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gegen  die  Anti-Constitutionisten  wiederholt,  welche  für  unkatholische
  Christen  erklärt  wurden,  indem  ihnen  selbst  der  Jubel-Ablaß
  versagt  wurde.  Benedikt  XIV.  betrug  sich  bei  diesem
  ganzen  Auftritte  mit  einer  Würde,  deren  alle  seine  Vorgänger
  nicht  fähig  waren.  Er  machte  gleich  damit  den  Anfang,
daß  er  auf  Verschönerung  der  Kirchen  und  Ausstellung  mehrerer
  Kunstalterthümer  die  größten  Kosten  verwandte.  Er  wußte
zu  wohl,  daß  der  Geschmack  nicht  der  war,  mit  Indulgenzen
und  Bullen  Menschen  nach  Rom  zu  locken,  sondern  daß  die
Meisterstücke  der  Kunst  einträglichere  Pilgrime  (die  nicht  bloß
in  den  Hospitälern  erhalten  werden  müßten)  herbeizögen,  als
aller  Jubel-Ablaß.  Auch  diesen  selbst  kündigte  er  nicht  mit
der  kindischen.  Großsprecherei  an,  woran  sich  seine  Vorfahren
gewöhnt  zu  haben  schienen.  Er  ermahnte  zur  Buße,  statt
daß  jene  immer  Alles  auf  die  Kraft  des  Ablasses  setzten.
Selbst  sein  Ausschreiben  war  so  voll  kirchlicher  Gelehrsamkeit,
daß  es  sich  deutlich  als  eigenes  Concept  des  Pabstes  verrieth;
und  bei  der  Eröffnung  des  Jubiläums  nahm  er  an  mehreren
albernen  Auftritten  keinen  Antheil,  die  sonst  für  manche  seiner
Vorfahren  sehr  wichtig  gewesen  wären.  In  der  Bulle,  worin
der  Pabst  das  Nach-Jubiläum  ankündigte,  wurde  voͤllige  Freiheit
  gelassen,  sich  einen  Beichtvater  zu  wählen.  Ein  unendlicher
  Vortheil  für  die  Franzosen!  —  So  zeigte  Benedikt,  wie
die  päbstliche  Würde  nicht  nothwendig  hindere,  der  Christenheit
  manches  Gute  zu  thun,  selbst  wenn  auch  noch  viel  vom
alten  Krame  beibehalten  wird.

Die  von  ihm  veranstaltete  Verminderung  der
Feiertage  war  noch  ein  wichtiger  Schritt,  über  den  er
auch  manchen  bitteren  Tadel  von  Einigen  seiner  Kirche  ausstehen
  mußte.  Selbst  gegen  den  schändlichen  Mißbrauch,
daß  die  Kirche  Zufluchtsort  von  Mdrdern  und  Räubern  seyn
sollte,  eiferte  Benedikt  so  angelegentlich,  als  ob  er  nicht  wüßte,