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wie  vortheilhaft  dieses  Privilegium  fuͤr  die  Autoritaͤt  der  katholischen
  Kirche  war.  Achtzehn  Jahre  regierte  Benedikt;  er
starb  den  3.  Mai  1758,  von  allen  Parteien,  selbst  von  den
Motestanten  geliebt.  Man  sah  an  ihm  fast  zum  ersten  Male,
wie  nützlich  auch  einem  Pabsie  seine  gute  Laune  ist.  Seine
Vorgänger  waren  meist  mürrische  Greise;  ihn  verließ  selbst  im
hohen  Alter  die  Munterkeit  der  Jugend  nicht.  —  Im  Conclave
  kriumphirte  dießmal  eine  Partei,  die  sonst  seit  Clemens  Xl.
Tode  immer  verloren  hatte.  Die  Jesuiten  wandten  300,000
Scudi  auf,  um  einmal  wieder  einen  Mann  nach  ihrem  Herzen
  zu  gewinnen.  Es  war  dringende  Noth,  des  Geldes  nicht
zu  schonen;  denn  erst  nach  dem  Tode  des  Pabstes  kam  ein
Streich  heraus,  zu  dem  ihn  Passionei,  sein  alter  Freund,
noch  in  der  letzten  Stunde  seines  Lebens  gebracht  hatte.  In
der  größten  Stille  schickte  Benedikt  ein  Breve  an  den  Patriarchen
  von  Lissabon,  den  Jesuitenorden  wegen  seiner  üblen
Aufführung  in  Paraguay  durch  ganz  Portugal  zu  reformiren,
deßwegen  alle  Häuser  und  Collegien  derselben  zu  visittiren.
Die  Sache  ging  so  geheim,  daß  man  es  zu  Rom  erst  aus
Portugal  erfuhr.  Die  Jesuiten  durften  keinen  Augenblick  versäumen,
  den  Sturm  abzuwenden;  sie  mußten  deßwegen  durchaus
  einen  Pabst  für  ihr  Interesse  haben.  Weil  sich  nun  dießmal
  die  jesuttische  und  österreichische  Partei  vereinte,  die  Freunde
des  bourbonischen  Hauses  nicht  wachsam  genug  waren,  so  ward
ein  Venetianer,  Carlo  Rezzonico,  im  öösten  Jahre  seines
  Alters  gewählt.  Sein  neuer  Name  war

Clemens  XIII.  (1758  —  14769.)

Man  wußte  im  Publikum  wenig  Gutes  und  wenig  Boͤ-ses
  von  ihm,  glaubte  also  einen  für  politischen  Angelegenheiten
  ziemlich  gleichgältigen  Mann  getroffen  zu  haben,  einen