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an,  ob  sie  nicht  dem  weltlichen  Arme  übergeben  werden  dürften.
  Der  Pabst  war  aber  allzueifriger  Jesuiten-Freund,  sein
Staats=  Sekretär  Torreggiani,  unter  dessen  Einfluß  er
stand,  und  der  päbsiliche  Numius  zu  Lissabon  brachten  ihm
nichts  als  solche  Nachrichten  bei,  die  für  die  Jesuiten  vortheilhaft
  waren.  Der  Bruch  mit  den  Jesuiten  zog  also  gegen
die  Absicht  des  Königs  cinen  Bruch  mit  dem  Pabste
nach  sich.  Vom  Jahre  1540  bis  1759  waren  die  Jesuiten
ununterbrochen  im  Besitze  des  größten  Ansehens  in  Portugal
gewesen;  jetzt  schickte  der  König  eine  Ladung  von  Jesuiten
nach  der  anderen  nach  Rom,  und  die  Paters  waren  überall  so
verhaßt,  daß  man  sie  nirgends  an's  Land  steigen  ließ.  Das
Königreich,  das  die  Jesuiten  ehemals  zuerst  aufnahm  und
dem  sie  ihren  Flor  verdankten,  war  auch  das  erste,  das  sie
wieder  ausstieß.  »

Frankreich  folgte  nach.  Die  Geschichte  mit  Damiens,
  der  den  Koͤnig  1757  ermorden  wollte,  war  zwar
übersehen,  aber  ein  Handlungs-Prozeß  gab  die  Veranlassung,
alle  diese  und  noch  mehrere  Eindrücke,  die  erloschen  schienen,
wieder  aufzuwecken.  Pater  La  Valette,  einer  der  feinsten
jesuitischen  Köpfe,  ward  1747  zum  Prokurator  eines  Profeßhauses
der  Jesuiten  auf  der  Insel  Martinique  gewählt.  Er  erdachte  sich
sogleich  ein  Mittel,  dem  Reichthume  seines  Ordens  hier  aufzuhelsen.
  Jeder,  der  von  Martinique  Geld  nach  Frankreich
schicken  wollte,  verlor  stets  ein  Drittel.  Neuntausend  Livres
in  Martinique  waren  also  nur  Sechstausend  in  Frankreich.
Diesen  Verlust  zu  vermindern,  kaufte  man  sich  gewöhnlich
Waaren  für  sein  Geld,  schickre  diese  nach  Europa,  und  der
Erlds  war  doch  immer  so,  daß  man  weniger  litt,  als  bei
Ueberschickung  des  Geldes  selbst.  La  Valette  erbot  sich,
alle  Gelder  auf  dem  Fuße  ihres  wirklichen  Werthes  in  Amerika
  ohne  den  geringsten  Abzug  in  Frankreich  zahlen  zu  lassen.