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Schutze  geht  er  sogleich  weiter,  vertreibt  die  Fesuiten  aus  allen
seinen  Staaten,  und  weil  er  nicht  gleich  mit  dem  Pabste  brechen
  mag,  so  erklärt  er  sich  Anfangs  nur  gegen  den  Betrüger,
der  sich  unterstanden  habe,  dem  Pabste  ein  solches  Breve  anzudichten.
  Der  Pabst  bekräftigt  aber  mehrere  Male,  daß  das
Breve  von  ihm  seyz  und  da  sich  die  bourbonischen  Höfe  ihres
Freundes  annehmen,  so  soll  der  Pabst  depreciren,  widerrufen.
Er  versichert,  daß  das  gegen  seine  Würde  und  Gewissen  sey.
Der  König  von  Frankreich  nimmt  Avignon  und  Venaissin,
  der  König  von  Sizilien  Benevent  ein.  Die  Venetianer,
  eben  so  schnell,  gingen  noch  weiter  als  die  übrigen
Staaten;  sie  ließen  durch  eine  eigene  Commission  die  Güter
der  Geistlichkeit  überhaupt  untersuchen,  alle  Kloͤster  wurden
der  Aufsicht  ihrer  Ordens-Generale  entrissen,  und  den  Bischdfen
  subordinirk,  viele  Kloͤster  eingezogen,  ohne  Unterschied  alle
Geistlichen  mit  eben  den  Auflagen  beschwert,  als  die  Weltli“
chen.  Man  hat  in  der  ganzen  Geschichte  kein  Jahr,  wo  mit
einem  Male  Alles  gegen  den  Pabsi  so  aufwachte,  als  4768;
und  keinen  Pabst,  der  sich  so  wenig  in  die  Zeitumstände  zu
schicken  wußte,  als  Clemens  XIII.  Sein  Tod  kam  sonach  zur
rechten  Zeit,  wie  bestellt  (1769).  Das  Conclave  für  seinen
Nachfolger  war  eines  der  abwechselndsten;  merkwürdig  auch
dadurch,  daß  der  Kaiser  Joseph  dasselbe  besuchte;  noch  merkwürdizer
  aber  durch  seinen  Erfolg.  Gegen  alle  Erwartung
ward  am  19.  Mai  1769  gewählt:  Ganganelli,  und  da  er
erst  Sirtus  VI.  hatte  heitzen  wollen,  nimmt  er  endlich  den
Namen

Clemens  XIV.  (1769  —  4775.)

Einer  der  größten,  edelsten  Menschen  unseres  Jahrhunderts,
  in  welchem  sich  die  feinste,  geübteste  Staats-Klugheit