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Vielmehr  vewelst  die  neuere  Geschichte  Portugals  und  Spaniens,
  daß  Alles  noch  durch  stärkere  Faͤden  zusammenhaͤngt.
Es  ist  wahr,  im  sechzehnten  und  siebenzehnten  Jahrhunderte  hat
der  Orden  dem  Pabste  außerordentlich  genützt,  aber  im  achtzehnten
  hatte  er  sich  zu  einer  eigenen  Subsistenz  gebildet,  daß
der  Jesuiten-General  mächtiger  war,  als  der  Pabst,  das  Interesse
  seines  Ordens  dem  Interesse  des  Pabstes  vorzog.

2)  Die  Aufhebung  des  Jesuiten-Ordens  hat
in  der  ganzen  Geschichte  mit  nichts  mehr  Aehnlichkeit,
  als  mit  der  Aufhebung  des  Tempelherrn-Ordenk.
  Aber  eben  wegen  dieser  Aehnlichkeit  siehe
man  auch  deutlich,  wic  verschieden  der  Pabst  des  vierzehnten
Jahrhunderts  vom  Pabste  des  achtzehnten  ist.  Den  Königen
des  achtzehnten  war  es  nur  um  die  Güter  der  Jesuiten  zu
khun,  ihre  Personen  blieben  unbeleidigt.  Bei  Aufbebung  des
Tempelherrn-Ordens  kann  der  Pabst  frei  über  dessen  Güter
disponiren;  jetzt  nahm  sich  jeder  kleine  Fürst  die  Gewalt,  sie
nach  seiner  Willkür  zu  verwenden.  Sobald  Clemens  V.
den  Orden  der  Tempelberrn  aufhebr,  läßt  sich  kein  katholischer
Monarch  einfallen,  sie  zu  unterstützen;  ein  großer  Theil  derselben
  gehorchte  sogar  mit  Widerwillen.  Im  achrzehnten  Jahrhunderte
  kennen  die  Fürsten  ihre  Rechte  so  weir,  daß  sie  das
Breve  erst  nach  eigener  Einsicht  aunehmen,  daß  sich  der  Pabst
vor  Aufhebung  des  Ordens  ihrer  Einwilligung  versichert.  Die
Güter  der  Tempelherrn  flossen,  Frankreich  ausgenommen,  meisiens
  anderen  Orden  zu;  von  den  exuvüs  der  Jesuiten  bekam
kein  anderer  Orden  etwas.  Zur  Unähnlichkeit  dieser  beiden
Erfolge  gehört  vielleicht  auch  noch,  daß  Clemens  V.  noch  mehrere
  Jahre  nach  Aufhebung  des  Ordens  lebre,  Clemens  XIV.
nicht  einmal  ein  Jahr  mehr  ohne  Gift  blieb.

3)  Man  sieht  an  dem  Beispiele  der  Jesuiken-Aufhebung,
  was  Unentschlossenheit  der  Men-