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schen  thut.  Man  hatte  diese  Begebenheit  von  jeher  fast
für  unmöglich  gehalten;  kein  Pabst  war  so  dreist,  seine  Drohung
  so  weit  zu  treiben,  und  keine  katholische  Macht  wagte
enzs,  ihn  darum  zu  bitten,  weil  es  unmoglich  schien,  einen
Oorden  zu  siürzen,  der  sich  von  allen  Seiten  so  gut  verwahrt
hatte.  So  ethält  sich  der  Orden  lange  gleichsam  bloß  vom
Cenusse  seines  alten  längst  erworbenen  Ansehens,  weil  man
buuch  in  der  zweiten  Hälfte  des  achtzehnten  Jahrhunderts  für
nnmöglich  hielt,  was  es  im  siebenzehnten  gewesen  war.  Aus
eben  dieser  Unenrschlossenheit  entspringt  aber  auch  der  Sturz
der  Jesuiten.  Sie,  die  den  Pabst  gleich,  nachdem  er  das
Breve  unterschrieben  hatte,  aus  der  Welt  zu  schicken  wußten,
sie  glaubten  bei  den  deutlichsien  Beweisen  niemals,  daß  ein
Pabst  so  weit  gehen  könne.  Eben  das  Mittel,  das  sie  ein
Jahr  später  vom  Pabste  befreite,  hätte  sie  auch  ein  Jahr  früher
  befreien  können,  wenn  sie  lasterhaften  Entschluß  genug  gehabt
  hätten,  nicht  so  lange  zu  zaudern,  bis  die  schwarze  That
nur  Rache,  nicht  Verhinderung  ihres  Unglücks  ward.

4)  Die  Epoche  des  Zer  falls  der  Jesuiten  ist
auch  Epoche  der  besseren  Schul-Einrichtung  und
einer  neu  aufblühenden  Literatur  in  den  katholischen
  Staaten.  Nach  Portugals  Beispiel  machten  auch
andere  Fürsten,  besonders  in  Deutschland,  ganz  neue  Einrichtungen
  sowohl  ihrer  Universikäten,  als  niederen  Erziehungs-Anstalten.
  Das  ganze  Erziehungswesen  blieb  nicht  mehr  in
den  Händen  der  Regularen,  oder  auch  nur  des  Klerus.  Besonders
  die  Stellen  der  Professoren  juris  canonici  wurden
jetzt  mit  Weltlichen  besetzt.  Die  Regierung  bestimmte  in  mehreren
  wichtigen  Fällen,  was  für  Grundsätze  auf  den  Lehrstühlen
  vorgetragen  werden  sollten.  An  manchen  Orten  blieben
  aber  auch  die  Er-Jesuitcn,  nicht  ohne  großen  Schaden
der  Literatyr  und  der  besseren  Theologie,  Lehrer  des  Kirchen-