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binweggenommen  habe.  Ein  Gluͤck  für  Pius  VI.,  daß  er
fuͤr  solche  Thränen  kein  Gefühl  und  Beduͤrfniß  zu  haben
scheint.  Ein  Deutscher  wird  sich  unter  Pius  VI.  Regierung
die  Tragödie  mit  Febronius  immer  noch  als  das  Michtigste
  aufschreiben.

Schon  1763  schrieb  ein  angesehener  katholischer  Praͤlat
unter  dem  erdichteten  Namen  Justinus  Febronius  einen
Quartband,  unter  dem  Titel:  de  statu  ecclesine  et  legitima
  potestate  Papae.  2)  Dieses  Buch  sollte  nach  der  Absicht
  auf  dem  Titel  dazu  dienen,  die  Lutberaner  und  Reformirten
  mit  der  Kirche  auszusöhnen.  Der  Verfasser  scheint
nämlich  zu  glauben,  daß  sich  die  ganze  Veremigung  bloß  an
dem  romischen  Bischofe  sioße.  Den  rmischen  Bischof  suchte
also  Febronius  zu  dem  zu  machen,  was  er  eigentlich  sepn
sollte,  erster  Bischof  des  Occidents,  der  allen  übrigen  weiter
nichts  zu  befehlen  har,  höchstens  Rechte  des  älteren  Bruders
zu  genießen  haben  sollte.  Weil  ein  deutscher  Katholik  diese
von  Franzosen  schon  hundertmal  gepredigte  Wahrheit  sagte,
erregte  es  die  größte  Aufmerksamkeit.  Das  persoͤnliche  Ansehen
  des  Verfassers  half  auch  dem  Buche  auf.  Von  Hontheim
  hatte  sich  schon  durch  die  wichtigsten  Werke  als  einer
der  größten  katholischen  Schriftsteller  Deutschlands  gezeigt.
Keiner  von  allen  Franzosen  war  in  so  großem  politischen  Ansehen
  gewesen.  Der  Pabst  schrie,  wie  leicht  zu  erachten,  auf's
beftigste  gegen  diesen  Bischof.  Seine  Erscheinung  fiel  gerade
in  die  Zeit,  da  Clemens  XIII.  wegen  Vertreibung  der  Jesuiten
  aus  Frankreich  äußesst  verlegen  und  erbittert  war.  Er
schien  zu  besorgen,  auch  das  regnum  obedientige  moͤchte

5  Bellarmini  de  Primatu  Papae,  Vol.  2,  widerlegt  das  Buch

am  besten.  Die  Deutschen  schrieben  gegen  ihn,  lieferten  aber
1  7.

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nichts  Erträgliches.