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würde  glücklich  gewesen  seyn.  Noch  isi's  merkwürdig,  daß
sich  die  Universitäten  auch  ohne  vorläufige  Anzeige  zu  Rom
das  Recht  herausgenommen  haben,  über  einen  von  der  Kirche
und  dem  Pabste  noch  nicht  entschiedenen  Satz  zu  urtheilen.
Es  ist  ungewiß,  wie  weit  die  Grenzen  der  verpflichtenden
Tradition  gehen;  Niemand  also,  als  der  Pabst,  hätte  sie  be.
stimmen  können.

Ein  Blick  auf  den  ganzen  bisherigen  Geschichts-Verlauf
  des  ganzen  achtzehnten  Jahrhunderts
muß  nothwendig  auf  solgende  Ideen  führen:

1)  Im  ganzen  Jahrhunderte  war,  wie  wir  so
eben  gesehen  haben,  nur  Eine  dogmatische  und  nur
Eine  eregetische  Srreitigkeit.  Alle  übrigen  so  zusammenhängenden
  Unruhen  sind  bloß  über  weltliche  Rechte,
und  bloß  auch  von  dieser  Seite  hat  der  Pabst  verloren.  Ein
Glück  ist's,  daß  er  von  dieser  Scite  nicht  verlieren  kann,  ohne
im  Ganzen  zu  verlieren.  Aber  gerade  hierin  liegt  zum  Theil
auch  das  Unglück,  daß  die  Könige  wenig  dafür  sorgen,
ob  wir  anderen  in  einer  dogmatischen  Sklaverei  seufzen
oder  nicht.

2)  Von  der  Seite  der  Geschichte  der  Menschheit
  berrachtet  ist  die  Geschichte  des  Pabstthums
sehr  belehrend  in  diesem  Fahrhundert.  Die  Menschen
  können  auch  im  Zustande  ihrer  vollkommenen  Aufklärung
  etwas  stehen  lassen  und  erwas  fortgebrauchen,  das  Denkmal
  ihrer  alten  tiefen  Verfinsterung  ist.  Man  hält  es  gleichsam
  nicht  der  Mühe  werth,  die  letzte  Hand  anzulegen.  Keiner
der  aufgeklärten  Katholiken  glaubt  mehr  an  das,  was  eigentlich
  Pabstthum  ist;  des  Pabstes  Untröglichkeit  ist  ihr  Spott,
seine  Heiligkeit  ein  frommes  Weibermährchen,  und  doch  bleibt
das  Ding  stehen;  das  alte  Namen-Gepränge  ist  noch  immer
da,  wenn  schon  die  Sache  längst  dahin  ist.