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wolle,  so  sey  er  bereit.  Der  Bischof  wurde  bald  aufmerksam
auf  einen  solchen  Mann,  weil  er  der  Domschule  Abbruch  thun
konnte.  Es  wurde  also  eingeführt,  daß  er  beim  Bischof  des
Orts  um  Erlaubniß  anhalten  mußte.  Indeß  machte  das  keine
Schwierigkeit.  Der  Bischof  gab  sie  leicht,  und  ein  solcher
Mann  bekam,  wenn  er  die  nöthige  Gabe  des  Vortrags  hatte,
in  kurzer  Zeit  einen  außerordentlichen  Zulauf.  Er  legte  sich
auf  ein  Fach,  z.  B.  auf  die  Theologie.  Der  Schulmeister
in  der  Dom=  und  Kloster-Schule  mußte  Theologie,  Mathematik,
  Ariehmetik,  Musik  u.  s.  w.  lehren,  gleichsam  den  Universal-Weisen
  des  Zeitalters  machen.  Jener  konnte  also  sein
spezielles  Fach  mit  mehrerem  Nachdruck  versehen.  Dazu  kam:
dem  Dom-Scholaster  lag  wenig  daran,  ob  seine  Zuhoͤrer  etwas
lernten  oder  nicht,  er  hatte  doch  seine  Pfruͤnde  im  Dom;  hingegen
  der  unabhaͤngige  Lehrer,  der  sich  bloß  auf  seinen
Kredit  setzte,  mußte  davon  leben;  er  hatte  nichts,  als  was
ihm  von  seinen  Schülern  zufloß,  also  war  auch  auf  seiner
  Seite  der  Eifer  größer.  Wenn  nun  in  Paris  sich  etwa
fünf  solcher  Lehrer  festgesetzt  hatten,  einer  Theologie,  ein  anderer
  Grammatik  u.  s.  w.  docirte,  so  machten  sie  freilich  noch
keine  Universität  aus.  Sobald  man  aber  merkte,  daß  sich
ein  größerer  Zulauf  zu  bilden  anfange,  so  schlossen  sich  die
Lehrer  an  einander  an,  machten  eine  Zunft,  Innung.
Diese  Consociation  wurde  dadurch  beschleunigt,  daß  die
Lehrer  und  ihre  Schüler  Privilegien  vom  Pabste  und  vom  Koͤ-nige
  bekamen,  z.  B.  vom  König  das  Privilegium,  daß  wenn
man  einen  Schüler  verklagen  wollte,  man  ihn  bei  seinem  Lehrer
  verklagen  müsse,  weil  der  ihn  am  besten  kenne.  Das  gab
Veranlassung  zur  Entstehung  der  Matrikel.  Denn  man
klagte  oft  und  der  Lehrer  kannte  den  Verklagten  nicht;  daher  jeder
Lehrer  sich  einen  Zettel  hielt,  worauf  jeder  Schüler  seinen  Namen
schreiben.  mußte.  Waren  ihrer  Viele,  wie  z.  B.,  fünfhundert
Spittler's  sämmtliche  Werke.  IX.  Bb.  29