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verfolgte  ihn  uͤberall  mit  Briefen,  und  da  er  hoͤrte,  daß  er
nach  Deutschland  gegangen  sey,  schrieb  er  an  den  Bischof
von  Cosinitz,  so  daß  endlich  Arnold  für  das  Beste  hielt,  nach
Italien  zurückzughen,  besonders  da  die  Italiener  über  die  siegende
  Macht  des  Staufischen  Hauses  unruhig  zu  werden  anfingen.
  Als  Kaiser  Friedrich  I.  seinen  Zug  nach  Italien  that,
machte  ihm  der  Pabst  zur  Bedingung,  Arnold  auszuliefern.
Der  Kaiser,  anstatt  die  Lehre  des  Mannes  zu  benutzen,  die
für  ihn  hätte  so  vortheilbaft  werden  koͤnnen,  liefert  ihn  wirklich
  aus;  Arnold  wird  strangulirt  und  seine  Asche  in  die  Tiber
  geworfen.

Mit  eben  diesem  Pabste,  dem  zu  Liebe  er  den  Arnold
aufgeopfert  hatte,  bekam  auch  Friedrich  I.  selbst  Haͤndel.  Es
war  Hadrian  IV.  (1154—1159),  ein  Mann  von  ganz  besonderen
  Schicksalen,  ehe  er  Pabst  wurde;  kein  Pabsi  ist  ihm
in  dieser  Hinsicht  gleich,  als  Sixtus  V.  .  und  doch  sind  seine
Schicksale  noch  wunderbarer.  Er  bieß  Nikolaus  von
Brakespeare,  und  war  ein  geborner  Engländer,  von  armen,
  duͤrftigen  Eltern.  Er  bettelte  sich  nach  Frankreich  hinüber,
  wo  der  König  von  England  damals  viele  Provinzen
hatte.  Endlich  kommt  er  zum  Abt  eines  Klosters,  bei  dem
er  sich  insinuirte.  Er  hatte  einen  offenen  Kopf.,  eine  gute
Phvsiognomie.  Dei  Abt  nimmt  ihn  erst  zum  Läufer  im  Kloster
  an,  daun  wird  er  Moͤnch,  abancirt,  wird  endlich  selbst
Abt.  Als  Abt  bekommt  er  Prozeß  mit  Mönchen,  der  zu
Rom  ausgemacht  werden  muß,  und  hier  avancirt  er  eben  so
glücklich,  wird  Cardinal,  enplich  Pabst.  Mit  diesem  Bettler-Jungen
  nun  hat  Friedrich,  der  erste  Koͤnig  im  mittleren  Zeitalter,
  seine  demuͤthigendsten  Sieritigkeiten  gehabt.  Obgleich
der  Kaiser  sich  ihm  so  gesällig  in  Auslieferung  des  Arnold
von  Briria  gezeigt  hatte,  war  er  es,  der  bei  der  ersten  Zusammenkui
  mit  dem  deutschen  Kaiser  im  Lager,  als  wegen