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zwar  ein  Vergleich  zwischen  dem  Pabst  und  dem  Kaiser  wegen
des  Beneficiums  geschlossen;  aber  sie  entzweiten  sich  bald  wieder.
  Das  alles  diene  als  Beweis,  wie  im  Zeitalter  des
mächrigsten  Kaisers,  bloß  weil  der  Ton  der  Zeit  für  den  Pabst
war,  auch  ein  schwacher  Pabst  mit  dem  Kaiser  anfangen  konnte,
was  er  wollte.  ·

Dieß  zeigte  sich  noch  mehr  nach  dem  Tode  Hadrians.
Es  war  zwistige  Pabstwahl.  Von  einer  Partei  wurde  Viltor,
  von  der  anderen  Alexander  III.  gewählt.  Für  den
ersten  erklärt  sich  Friedrich  I.,  für  Alerander  III.  König  Wilhelm
  von  Sizilien,  der  König  von  England  und  Frankreich,
und  der  griechische  Kaiser.  Hier  trug  sehr  viel  zur  Erhöhung
des  Pabstes,  besonders  in  dieser  Streitigkeit,  bei,  daß  sich  die
beiden  Könige,  der  von  Sizilien  und  der  von  Frankreich,  vor
der  Macht  Friedrichs  I.  fürchteten.  Der  Pabst  war  damals
der  Ball,  den  immer  ein  König  dem  anderen  zuschlug,  wobei,
wie  es  bei  schwacher  Politik  gewöhnlich  ist,  keiner  von  den
Herrschern  fürchtete,  daß  endlich  auch  ihn  der  Schlag  treffen
könne;  der  Pabsi  war  die  Wasse,  womit  ein  König  den  anderen
  zu  treffen  suchte,  ohne  daß  einer  fürchtete,  der  Pabst
könne  endlich  so  mächtig  werden,  daß  er  ihm  furchtbar  werde;
sonst  würde  Alerander  III.  nach  einem  sechzehnjährigen  Kampfe
schwerlich  einen  vollkommenen  Sieg  über  Friedrich  errungen
haben.  Friedrich  mußte  1177  in  allen  seinen  Prätensionen
nachgeben,  gestatten,  daß  die  Lombardischen  Städte,  auf  deren
  Unterjochung  er  vorher  die  Kraft  von  ganz  Deutschland
verwandt  hatte,  in  ihrer  Freiheit  blieben,  wenigsiens  einen
solchen  Grad  von  Unabhängigkeit  vom  deutschen  Kaiser  erhielten,
  daß  nun  der  Weg  zur  vollbommenen  Freiheit  leicht  war.

Noch  ein  anderer  Beweis,  völlig  parallel  dem  bieher
angegebenen,  ist  die  Geschichte  König  Heinrichs  II.
von  England.  Dieser  war  nebst  Friedrich  I.  der  mächtigste