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er  hatte  in  Sizilien  als  Tyrann  gehandelt  —  auch  in  Deutschland,
  weil  Heinrich  gesucht  hatte,  das  Reich  in  Deutschland
fuͤr  seine  Familie  erblich  zu  machen.  Unter  Vormundschaft
der  Constantia,  einer  treulosen  Mutter,  die  wahrscheinlich
den  Vater  hingeopfert  hatte,  stand  das  minderjaͤhrige  Kind.
Einzige  Stütze  des  jungen  Waisen  waren  ein  paar  rüstige
Oheime,  die  sich  seiner  annahmen.  Hier  war  also  recht  günstige
  Gelegenheit  für  den  Pabst,  das  Haus  zu  untergraben,
dessen  Macht  für  ihn  so  nachtheilig  war.  Man  wählte
zum  Kaiser  Otto  von  Braunschweig,  was  wahrscheinlich
  schon  durch  Kabalen  des  Pabstes  bewirkt  war.  Da
zeigte  sich  Innocenz  ganz  als  Pabst  und  als  erfahrenen  Kanonisten.
  Als  sireitige  Wahl  war,  und  von  einer  Partei  Otto,
von  der  anderen  Philipp  von  Schwaben,  Bruder  Heinrichs
  VI.,  gewählt  war,  so  erklärte  sich  der  Pabst  zwar  anfangs
  scheinbar  für  Otto,  der  Gegner  der  Staufen  war;  aber
man  sieht  bald,  daß  seine  Absicht  nur  war,  sich  ganz  zum
Richter  in  der  Sache  aufzuwerfen.  Beide  gewählte  Kaiser
sollten  vor  ihm  erscheinen,  durch  ihn,  als  ihren  ordentlichen
Richter,  ihre  Sache  untersuchen  lassen,  weil  er  das  Recht
habe,  einen  Kaiser  zu  krdnen,  zu  salben,  und  folglich  auch  die
Dignität  eines  solchen,  den  er  krönen  und  salben  solle,  untersuchen
  müsse.

Seine  Händel  mit  Johann  von  England  sind
nicht  so  wichtig,  wenn  schon  darin  der  pöäbstliche  Legat  eine
die  weltliche  Hoheit  sehr  verkleinernde  Handlung  ausübte;  aber
sehr  wichtig  sind  die  neuen  Rechte,  welche  der  Pabst
sich  aus  Anlaß  der  streitigen  Kaiserwahl  in
Deutschland  anmaßte.  Diese  sind:

Erstlich:  Jeder,  den  Innocenz  als  Kaiser  anerkannte,
Otto,  Philipp  und  Friedrich,  mußte  versprechen,  voͤllig  Verzicht
  zu  leisten  sowohl  auf  das  Recht  der  Regalien,