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wickelte.  Und  das  that  der  Pabst,  der  noch  dazu  zwei  der
maͤchtigsten  Stuͤtzen  des  Pabstthums  nicht  brauchen  konnte,
weder  Bettelmoͤnche,  noch  Inquisition,  zivei  historische  Begebenheiten,
  die  das  ganze  Gebäude  des  Pabsithums  vollendet
haben.  Nachdem  durch  Innocenz  jene  Ideen  in  Gang  gekommen
  waren,  konnte  ein  Pabst,  der  an  sich  kein  großer
Kopf  war,  da  er  so  viele  Fäden  in  seine  Hand  bekommen,
woran  sich  das  Zeitalter  führen  ließ,  leicht  die  päbsiliche
Macht  und  Hoheit  erhalten,  besonders  bei  dem  Zustande,  der
unter  Friedrichs  II.  Regicrung  und  nach  seinem  Tode  in
Deutschland  und  Italien  war;  denn  Friedrich  war  unstäten
Geistes,  widersprach  den  Päbsten  zwar  immer,  arbeitete  ihnen
immer  entgegen,  gab  ihnen  aber  doch  zugleich  dic  wichtigsten
Mivilegien;  und  was  den  Pabst  am  meisten  freuen  mußte,
er  gab  wahrhaft  Drakonische  Gesetze  gegen  die  Ketzer.  Als
den  Triumph  der  päbstlichen  Macht  und  Hoheit
kann  man  das  Jahr  1268  ansehen,  wo  nach  dem  Edikt  der
letzte  der  Hohenstaufen  auf  dem  Schaffot  starb.
Aber  die  Päbste  fingen  auch  von  der  Zeit  an  zu  föhlen,  was
Folge  der  Hierarchie  sey,  die  sie  veranlaßt  hatten.  Ueberhaupt
  eine  solche  künstliche  Maschine,  wie  die  des  Pabsithums,
so  drückend  für  die  meuschliche  Gesellschaft,  konnte  sich  kaum
ein  volles  halbes  Jahrhundert  hindurch  halten.  Der,  der  zu  Grabe
zu  läuten  anfing,  aber  gleich  so  anfing,  daß  man  glauben  sollte,
es  sey  zusammengeläutet,  war  Philipp  der  Schdne  von
Frankreich.  In  der  Mirte  des  dreizehnten  Jahrhunderts
  erblickt  man  den  Pabst  noch  auf  sein  em
Gipfel,  und  im  ersten  Jahrzehent  des  vier  zehnten
  Jahrhunderts  sieht  man  den  Pabst  behandelt
wie  einen  Missethäter.

Bohifacius  VIII.  (1294  —  1303)  hatte  sich  vor  seinem
  Regierungs-Autritt  hauptsächlich  als  Advokat  bekannt