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der  Befehl,  kein  Geld  außer  Landes  zu  schicken,  so  gemeint
seyn  solle,  daß  auch  keines  nach  Rom  geschickt  werden  dürfe,
so  sey  er  ungereimt;  denn  überhaupt  sey  ja  der  Clerus  von
aller  Subordination  frei.  Der  König  antwortete:  wer  Schutz
im  Staat  genießen  wolle,  müsse  den  Schutz  durch  Gehorsam
verdienen  und  ihn  bezahlen.  Benifacius  hatte  sich  in  seinem
Mann  geirrt.

Nun  versuchte  er  es  auf  eine  andere  Art,  ob  Philipp
nicht  vielleicht  mit  guten  Worten  zu  gewinnen  und  einzuschläfern
  sey.  Er  schickte  eine  Bulle  nach  Frankreich,  worin  er
seine  vorhergehenden  erklärt,  er  habe  nicht  gemeint,  daß  die
Geisilichkeit  dem  Könige  nichts  geben  solle,  sondern  nur  alle
gezwungenen  Steuern  sepen  verboten.  Zugleich  kanonisirte  er,
um  den  König  zu  gewinnen,  König  Ludwig  IX.,  den  Großvater
  Philipps.  Das  war  aber  dem  Philipp  eine  ganz  gleichgültige
  Sache;  ob  sein  Großvater  in  der  Hölle  brate,  oder  im
Himmel  sey,  darüber  lachte  er.  Hiezu  kam  noch,  der  Pabst
schickte  als  Legaten  einen  Mann,  den  der  Kdnig  nicht  aussteben
  konnte,  den  Bischof  von  Pamiers.  Dieser  war
Unterthan  des  Königs,  und  hatte  sich  oft  ungehorsam  gegeigt.
Der  Legat  betrug  sich  so,  daß  es  eine  Prüfung  der  Geduld
für  Philipp  wurde,  und  Geduld  war  nicht  Philipps  Gabe.
Als  er  sogar  Empdrung  gegen  ihn  anzettelte,  ließ  Philipp  ihn
gefaugen  setzen.  Jetzt  fing  der  Pabst  erst  recht  zu  donnern
an.  Es  kam  ein  Breve  von  Rom,  mit  der  Frage:  ob  es
möglich  sey,  daß  der  König  an  einen  Bischof  habe  Hand  legen
  können?  Dadurch  glaubte  der  Pabst  den  Kdnig  recht
schlau  in  Händel  verwickelt  zu  haben,  und  des  Beisalls  der
französischen  Geistlichkeit  versichert  zu  seyn.

Es  folgte  noch  eine  andere  Bulle,  die  mit  den  Worten
anfing:  Ausculta  mi  sili,  ganz  in  dem  Tone  abgefaßt,  wie
erwa  ein  Vater  mit  seinem  ungerarhenen  Sohne  spricht.