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einrichten,  also  immer  nach  33  Jahren  ein  Jubel-Jahr  halten.
Ein  Nachfolgender  fand  diese  ungleiche  Zahl  unbequem;  es
schien  besser,  nur  25  Jahre  zu  nehmen.  Vermoͤge  der  Fuͤrsorge,
  die  der  Pabst  als  allgemeiner  Vater  der  Christenheit
fuͤr  die  suͤndlichen  Christen  hatte,  fand  man  bald,  daß  Mancher
  zu  spaͤt  kommen  koͤnnte,  Mancher  weil  er  krank  oder  in
ein  Amt  verflochten  sey,  das  er  nicht  verlassen  koͤnne,  es  nicht
wagen  moͤge,  eine  so  große  Reise  zu  machen,  und  also  den
Jubel-Ablaß  nicht  benuͤtzen  koͤnne.  Um  den  Ersteren  zu  helfen,
  machte  man  aus  einem  Jubeljahre  drei,  so  daß  es
drei  Jahre  hintereinander  dauerte;  und  um  denen,  die  wegen
Krankheit  oder  anderer  Verhinderung  gar  nicht  nach  Rom
kommen  konnten,  zu  dienen,  schickte  der  Pabst  Leute  aus,  so
daß  man  den  so  ganz  außerordentlich  kräftigen  Jubel-Ablaß
in  loco  überall  erhandeln  kounte,  jedoch  mit  der  ausdrücklichen
  Bedingung,  daß,  da  man  die  Reisekosten  erspare,  ein
Tbeil  derselben  in  die  rdmische  Kasse  fallen  müsse.  Nach
der  letzten  Form  floß  der  Ertrag  nicht  mehr  in  die  Kasse  der
Roͤmer,  sondern  in  die  des  zu  Avignon  sitzenden  Pabstes.
Um  desto  mehr  Abnehmer  zu  finden,  überhäufte  man  den  Ablaß
  mit  außerordentlichen  Lobeserhebungen;  die  Seelen  würden,
  sagte  man,  durch  die  Engel  unmittelbar  in  Abrahams
Schooß  transportirt.

Mit  den  Decimac  papales  aber  verhält  es  sich  so.
Es  siel  dem  Pabst  um  diese  Zeit  ein,  daß  er  das  Recht  habe,
von  allen  Kircheneinkünften  der  ganzen  Christenheit  den  Zehenten
  einzufordern.  Der  Schluß  ward  so  gestellt:  wie  der  Kirche
der  Zehente  von  allen  weltlichen  Gütern  gebühre,  so  gebühre
dem  Pabst  der  Zehente  von  allen  Kirchengütern.
Der  Pabst  sagte,  er  habe  eine  Menge  Ausgaben  um  des  allgemeinen
  Besten  der  Kirche  willen;  der  größte  Theil  der  wichtigsten
  Chargen  an  seinem  Hof  sey  nicht  um  seinetwillen,