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sondern  um  der  Christenheitwillen  nothwendig,  diese  müsse
also  für  sein  Regiments-Bedürfniß  beisteuern.  Der  Schluß
war  nicht  so  ganz  übel,  nur  ist  der  Unterschied  der,  daß  der
Pabst  unberufener  Regent  ist.  Wenn  es  bloß  bei  der  einzigen
  Abgabe  geblieben  wäre,  hätte  man  ihm  dieselbe  mit  einigem
  Rechte  lassen  können;  allein  der  Pabst  erhöhete  seine
Kanzleitare  bis  in's  Unendliche.  Das  Regiments-Bedürfniß
des  Pabstes  schien  schon  dadurch  befriedigt,  daß  z.  B.  Jemand
viertausend  Dukaten  bezahlen  mußte,  wenn  er  confirmirt  seyn
wollte.  Aber  der  Nachfolger  war  nie  versschert,  daß  er  bloß
das  zu  bezahlen  verbunden  sey,  was  sein  Vorgänger  bezahlt
hatee.  Oft  wurde  die  Summe  mehr  als  verdoppelt.  Um
Palliums-,  Confirmations-Gelder  zu  erhalten,  nahm  der  Pabst
Translokationen  vor,  versetzte  z.  B.  einen  Bischof  von  Worms
nach  Halberstade,  wenn  dieser  auch  nicht  dahin  wollte.  Er
gab  auch  den  Franziskanern  den  Befehl,  in  England  Alles
einzuziehen,  was  für  unbestimmte  Stiftungen  in  Testamenten
ausgesetzt  sey.

Doch  noch  weit  mehr  that  der  Pabst  für  seine  Günstlinge
  in  Ansehung  der  Kirchenpfründen.  Darunter
sind  hier  Bisthümer,  Erzbisthümer  u.  s.  w.  zu  begreisen.  Es
kamen  im  dreizehnten  Jahrhundert,  da  völlige  Wahlfreiheit
bei  den  Stiftern  und  Abteien  herrschte,  Schreiben  an  Stifter
und  Abteien  mit  der  Bitte,  den  und  den  zum  Abt  zu  wählen,
  —  bloße  Empfehlungsschreiben.  Der  Pabst,  der  an  seinem
  Hofe  so  viele  Eleriker  kennen  lernte,  konnte  ja,  fo  schien
es,  am  besten  sagen,  wer  zu  diesem  oder  jenem  Stifte  tauge.
Ansänglich  heißt  es  nur:  petimus,  dann  kommt:  petimus
alque  mandamus,  und  wenn  etwa  das  Stift  oder  die  Abtei
gern  die  Ursache  wissen  wollte,  woher  das  Recht  zu  dem  mandamus,
  so  nahm  der  Pabst  Gelegenheit,  zu  sagen:  man  werde
ihm  doch  seine  erste  Bitte  nicht  abschkagen;  wenn  das  Stift