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thätiger,  besonders  für  die  Angelegenheiten  der  Kirche  sehr
besorgter  Kaiser.  Er  reiste  überall  herum,  um  persbalich  in  Frankreich,
  Spanien,  Italien  Consens  für  eine  allgemeine  Synode  einzuholen,
  und  der  Meisterstreich  dabei  war,  daß  er  Johann  XXIII.  zur
Ausschreibung  der  Synode  brachte,  daß  er  sie  sogar  nach  einer
deutschen  Stadt  ausschrieb,  nach  Costnitz.  Als  nämlich  der
Kaiser  nach  Italien  kam,  war  der  Pabst  aus  Rom  vertrieben,
also  wegen  seiner  Eristenz  nicht  sicher,  und  ungewiß,  ob  nicht
Ladislaus  in  Rom  einen  Pabst  einsetze.  In  der  Noth
willigte  er  in  Sigismunds  Vorschlag,  dabei  sicher  hoffend,  es
werde  sich  noch  viel  ereignen  konnen,  bis  es  wirklich  zur
Ausführung  käme.  Als  aber  der  Kaiser  das  Versprechen  einmal
  hatte,  hielt  er  die  Schlange  so  fest,  daß  sie  nicht  entwischen
  konnte.  Es  blieb  dabei,  es  sollte  große  Synode  in
Costnitz  gehalten  werden,  und  zwar  in  der  Absicht,  auf  der
Alles  beruhte,  das  Schisma  zu  heben,  und  dann  auch
zu  veranstalten,  daß  eine  Reformation  an  Haupt  und
Gliedern  vorgenommen  würde,  d.  h.  beim  päbstlichen  Hofe
und  überhaupt  in  der  ganzen  Kirche.  Auch  die  Wahl  der
dazu  beslimmten  Stadt  war  ein  Meisterstück  der  Politik  Sigismunds.
  Wäre  in  einer  italienischen  Stadt  Synode  gehalten
  worden,  so  hätte  der  Pabst  seine  Kabalen  vortrefflich  spielen
  können,  so  wäre  sie  ferner  nie  über  ein  Jahr  fortgesetzt
worden,  wegen  der  beständigen  Ungewißheit  des  politischen
Zustandes  in  Iralien.  Aber  auf  einer  Synode  in  Cosinitz,
einer  freien  Reichsstadt,  konnte  der  Kaiser  die  Prälaten  schützen;
die  Schweizer  waren  in  der  Nähe,  denen  der  Schutz  nöthigenfalls
  aufgetragen  werden  konnte.  Die  Stadt  war  so  gewählt,
  daß  auch  viele  französische  Prälaten  kommen  konnten,
  was  schwer  gehalten  haben  würde,  hätte  man  den  Ort
der  Versammlung  tiefer  nach  Deutschland  verlegt.  Und  von
französischen  Prälaten  hing  Alles  ab,  denn  ein  Exzbischof  von