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Zeiten  der  Reformation  fast  die  einzige  in  England.  Man
hätte  eine  große  Reformation  erwarten  sollen,  besonders  da
der  Mann  ein  Engländer  war,  bei  dem  man  sich  vorzügliche
Freimüthigkeit  dachte;  und  doch  ging's  ohne  alle  Wirkung  vorüber;
  doch  schadete  gerade  der  Versuch  nur  noch  mehr.  Zchn
Jahre  lang,  bis  4377,  behauptete  sich  Wiklef  siegreich.  Da
starb  Eduard  III.,  und  es  erfolgte  bis  zur  Thronbesicigung
Heinrichs  VlIl.  in  England  ein  Sturm  nach  dem  anderen.
Richard  ll.  war  noch  ein  Kind,  und,  als  er  Mann  wurde,
ein  Tyrann.  Nach  seinem  Tode  (1599)  entstanden  die  Kämpfe
zwischen  der  rothen  und  weißen  Rose.  Unter  solchen
politischen  Stürmen  konnte  die  Reformation  nicht  gedeihen.
Das  empfand  Willef  persoͤnlich,  und  noch  mehr  zeigte  es  sich
nachher.  Gleich  nach  dem  Tode  Eduards  III.  entstanden  zwei
Parteien  bei  Hofe,  wo  sich  die  Pfaffen  zu  der  einen  schlugen.
Da  die  beiden  immer  mir  einander  balancirten,  das  eine
Fahr  die  Pfaffen-Partei,  das  andere  Jahr  die  Lankaster-Partei,
wozu  Willef  sich  schlug,  die  Oberhand  hatte,  so  stand  Willef
in  großer  Gefahr.  Er  wurde  als  Ketzer  behandelr,  obgleich
man  es  nicht  wagte,  selbst  wenn  man  ihn  auf  Synoden  verurtheilte,
  ihn  persdulich  anzutasten,  da  er  einen  sehr  großen
Anhang  hatte.  Er  starb  4387,  wurde  ruhig  begraben,  wie
ein  ehrlicher  Christ,  und  erst  auf  den  Beschluß  der  Synode
zu  Cosinitz  hat  man  seine  Gebeine  wieder  ausgescharrt,  um
wenigstens  gegen  diese  noch  zu  wüthen.

Nach  seinem  Tode  war  Alles  hinweg.  Eine  schöne  Saat
stand  zwar  da,  die  er  ausgesäct.  Alle  Jünglinge,  die  bei
ihm  gehört,  alle  Gemeinden,  bei  denen  er  gepredigt,  waren
voll  von  seinen  Meinungen;  aber  es  gefiel  der  Vorsehung
nicht,  auf  ihn  wieder  einen  Mann  folgen  zu  lassen,  der  mit
eben  der  Freimüthigkeit  und  Einsicht  fortgesetzt  hätte,  was
Wiklef  angefangen,  der  das  Gewebe,  von  welchem  der