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Vorgaͤnger  durch  den  Tod  abgerufen  war,  haͤtte  fortfuͤhren  koͤnnen.
  Er  stand  einzeln  da.  Unter  allen  seinen  Schuͤlern
war  kein  einziger,  der  seinen  Geist,  seine  Kraft,  seine  Standhaftigkeit
  hatte;  und  wenn  auch  einer  da  gewesen  wäre,  in
England  wenigstens  würde  er  nicht  haben  gedeihlich  wirken
können,  unter  den  schrecklichen,  blutigen  Kriegen  der  rothen
und  weißen  Rose,  bei  welchen  überhaupt  damals  kein  Institut
emporkommen  konnte.  Der  Erste,  durch  den  man  hätte
hoffen  können.,  Wiklefs  Ideen  weiter  ausgebildet  zu  sehen,
war  Johann  Huß.  Offenbar  hat  dieser  von  Willefs  Ideen
profitirt,  wenigstens  in  seinen  letzteren  Jahren;  denn  anfangs
war  er  gegen  ihn,  aber  er  wollte  kaum  anfangen,  so  wurde
er  aus  dem  Wege  geräumt.  Nun  konnte  man  noch  auf  einige
  andere  Professoren  in  Prag,  die  auf  gleiche  Art,  wie  Huß,
zu  arbeiten  anfingen,  hoffen.  Einer  von  diesen  war  der  kleine
Jakob  von  Mieß,  oder  Jakobellus,  nicht  eigentlich
Mofessor,  sondern  Pastor  an  der  Kirche  des  heiligen  Michael
  zu  Prag,  der  aber  auch  Vorlcsungen  gehalten  zu  haben
scheint.

Während  Huß  in  Costnitz  ist,  kommt  Jakob,  geleitet
durch  einen  anderen  Freund,  den  Peter  von  Dresden,
auf  den  Einfall,  dem  Volk  gebühre  im  Abendmahle  der  Kelch;
ihn  nicht  zu  geben,  sey  Pfaffenbetrug,  wenigstens  eine  gefährliche
  Observanz.  Er  fängt  gleich  bei  der  Praris  an,  hält
den  nächsten  Sonntag  Abendmahl  unter  beiderlei  Gestalten
in  seiner  Kirche.  Das  war  kein  Kopf,  den  man  zum  Reformator
  wünschen  mochte.  Ein  Mann,  der  solche  neue
Einfälle  gleich  praktisch  ausführt,  nicht  die
Idee  bei  sich  behalten,  erst  prüsen  kann,  ist  ein
unglücklicher  Reformator.  Weil  damals  ohnedieß
Alles  gegen  Pfaffen  aufgebracht  war,  man  von  nichts  lieber
hoͤrte,  als  von  Pfaffenbetrug,  wurde  die  Sitte  in  ganz  Prag