118  Literatur  und  Quellen.

die  historischen  Forschungen,  die  die  Grundlage  der  wissen—
schaftlichen  Erkenntnis  sind  und  sein  müssen,  erst  in  verhältnismäßig
  später  Zeit  in  Angriff  genommen  und  nur  langsam  zu
einer  verhältnismäßigen  Blüte  gediehen  sind.  Heute  wirkt  auf
die  verfassungs=  und  verwaltungsgeschichtliche  Forschung,  insbesondere
  rücksichtlich  Brandenburg-Preußens  eine  große  Zahl
von  neuen  Tatsachen  und  Erkenntnissen  ein.  Endlich  wird  nicht
zu  übersehen  sein,  daß  nach  Einrichtung  des  Konstitutionalismus
  in  Preußen  die  damals  unbegreifliche  politische  Reaktion
  zu  Forschungen  und  Uberlegungen  führte,  als  deren
Resultat  sich  die  Erkenntnis  von  der  Notwendigkeit  eines
Rechtsstaates  im  modernen  Sinne  ergab.  Die  lediglich  unter
das  Gesetz  gestellte  und  diesem  gehorchende  Verwaltung  erschien
notwendig  und  die  Möglichkeit  einer  richterlichen  Kontrolle  der
Verwaltungstätigkeit  auf  weiten  Gebieten  ein  zu  verwirklichendes
  Postulat.  So  ist  die  wissenschaftliche  Lehre  nicht  dem
viel  mehr  beharrlichen  Verfassungsrechte,  sondern  dem  in  ständiger
  Bewegung  und  Fluktuierung  befindlichen  Verwaltungsrechte
  zugute  gekommen.

Im  folgenden  findet  eine  Zusammenstellung  der  Literatur
und  Quellen  statt,  an  der  es  anderweit  fehlt  und  die  deshalb
an  dieser  Stelle  gestattet  sein  mag.  Es  ist  zunächst  A.  die
Literatur  zu  den  Grundbegriffen  des  Staatsrechts  (oben
I.  Buch,  1.  Hauptstück)  anzugeben;  sodann  B.  die  Literatur
zur  preußischen  Verfassungs=  und  Verwaltungsgeschichte  (oben
I.  Buch,  2.  Hauptstück),  endlich  C.  die  Literatur  und  Quellen
zu  dem  übrigen  Inhalt  dieses  Werkes.  Uberdies  ist  zu  den
einzelnen  Paragraphen  dieses  Buches  gelegentlich  das  Wichtigste
  herangezogen  worden.

Zu  A.  Literatur  zu  den  Grundbegriffen  des
Staatsrechts.

G.  Jellinek,  Das  Recht  des  modernen  Staates,  Bd.  I:
Allgemeine  Staatslehre,  2.  Aufl.  1905.—  Richard  Schmidt,