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das  zu  einer  guten  theologischen  Allgemeinbildung  erforderlich  ist,
abhanden  kommt.  Ist  hier  die  Gefahr  vorhanden,  daß  die  Anforderungen
  gelegentlich  zu  hoch  geschraubt  werden,  so  droht  auf
der  anderen  Seite  der  noch  empfindlichere  Schaden,  daß  durch  zu
wenig  fachmännisch  gebildete  Examinatoren  das  Niveau  der  Prüfung
herabgedrückt  wird,  und  daß  durch  Examinatoren,  die  dem  gegenwärtigen
  Stande  der  theologischen  Disziplinen  und  ihrem  gegenwärtigen
  Betrieb  an  der  Universität  fern  stehen,  das  Interesse  aller
derjenigen  Studierenden,  die  ihr  Studium  im  Blick  aufs  Examen  betreiben,
  für  das,  was  die  Dozenten  ihnen  bieten,  beeinträchtigt  wird.
Wird  nun  der  Erfolg  der  akademischen  Ausbildung  an  den  I.xamensergebnissen
  gemessen,  so  ergibt  sich,  daß  immer  nur  cine  Minderzahl
so  weit  gefördert  ist,  daß  sic  selbständiges  theologisches  Verständnis
und  Urteil  und  cin  tieferes,  unverlierbares  Interesse  an  den  Aufgaben
und  Problemen  der  Theologie  gewonnen  hat.  Größer  ist  die  Zahl
derer,  die  ein  befriedigendes  Maß  theologischer  Kenntnisse  erworben
haben,  noch  größer  freilich  die  Zahl  derer,  bei  denen  auch  die  Kenntnisse
  lückenhaft  und  unsicher  sind  und  von  denen  man  voraussetzen
kann,  daß  sie  zur  theologischen  Wissenschaft  stets  nur  ein  ganz
äußerliches  Verhältnis  behalten  werden.  Dieses  teilweise  ungünstige
Ergebnis  ist  aber  nicht  ein  Vorwurf  gegen  den  Betrieb  des
akademischen  Unterrichts;  es  erklärt  sich  z.  T.  aus  der  Verschiedenheit
  der  Begabung  und  geistigen  Anlage,  z.  T.  aus  übel  angewandter
Studienzeit,  z.  T.  auch  aus  den  minderwertisren  Motiven,  die  manchen
vrade  zum  Studium  der  Theologie  geführt  haben.  Auch  wird  man
nicht  behaupten  können,  daß  die  Prüfungsergebnisse  in  der  Gegenwart
  ungünstiger  als  in  früheren  Zeiten  geworden  seien.  Zwar  liegt
es  zutage,  daß  das  Interesse  an  einzelnen  Disziplinen,  besonders
der  Philosophie,  erheblich  zurückgegangen  ist,  und  die  Prüfungsanforderungen
  mögen  hier  geringer  geworden  sein;  dafür  haben  aber
besonders  die  historischen  und  praktisch-theologsischen  Fächer  ihre
Anforderungen  gegen  früher  erheblich  gehoben,  und  das  Maß
positiven  Wissens,  das  in  den  Prüfungen  gefordert  wird,  ist  allmählich
scewachsen.

8.  Die  Vorbildung.  welche  die  Universität  den  künftigen  Dienern
der  Kirche  bietet  und  bieten  kann,  umfatßst  nur  einen  Teil  dessen,
was  diese  für  eine  fruchtbare  Ausübung  des  Amtes  bedürfen,  im
wesentlichen  die  wissenschaftliche  Rüstung  dafür;  weder  vermag
sie  noch  fühlt  sie  sich  berufen,  unmittelbar  in  die  Praxis  einzuführen
und  auf  diese  zu  präparieren,  noch  kann  sie  ihrerscits  die  religiösen