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mit  T.ehrstühlen,  I.ehrmitteln  und  anderen  wissenschaftlichen  Attributen,
  endlich  in  ihrer  Aufgabe,  neben  der  Ausübung  des  Lehramtes
und  der  dadurch  vermittelten  Einführung  der  Studierenden  in  die
Anfangselemente  der  Theologie,  der  wissenschaftlichen  Forschung  im
ganzen  Bereiche  der  biblischen,  historischen,  systematisch-theoretischen
und  praktischen  Theologie  zu  dienen.

Infolgedessen  werden  sie  nicht  bloß  von  den  angehenden
Diözesantheologen  besucht,  sondern  auch  von  Studierenden  anderer
Diözesen  Deutschlands,  namentlich  von  solchen,  die  nach  Absolvierung
der  vorgeschriebenen  Studienjahre  eine  höhere  wissenschaftliche  Ausbildung
  in  der  Theologie  zu  erlangen  suchen,  den  theologischen
Doktorgrad  erstreben  und  sich  auf  die  akademische  Lehrtätigkeit  vorbereiten
  wollen.  Unter  diesen  „älteren  Semestern“  befinden  sich
manchmal  auch  Ausländer,  Franzosen,  Italiener,  Griechen  usw.

4.  Die  einzelnen  theologischen  Lehrstühle.  Weder  die
Zahl  der  Lehrstühle  noch  die  der  Dozenten  ist  an  den  einzelnen
Fakultäten  gleich.  Im  Sommersemester  1903  dozierten

in  Bonn  7  ordentl.  Professoren,  3  außerordentl.,  1  Privatdozent,
„Breslau  8  „  n  1  nr  1  »
„  Freiburg  7  „  „  3  ni  1  „
„  München  9  „  „  1  „  2  »
„  Münster  7  „  „  4  „  3  „
„  Tübingen  6  „  „  —  „  —  „
„  Würzburg  7  »  „  i  „  2  »

Für  Bonn  und  Breslau  kommt  noch  je  ein  Honorarprofessor  hinzu.

Vergleicht  man  diese  Zahlen  mit  denjenigen  der  evangelischtheologischen
  Fakultäten,  so  fällt  die  unverhältnismäßig  geringere
Anzahl  von  außerordentlichen  Professoren  und  Privatdozenten  auf  den
ersten  Blick  auf.  Die  Armut  an  Privatdozenten  ist  besonders  zu  beklagen,
  erklärt  sich  aber  wenigstens  zum  Teil  aus  der  fast  ebenso
großen  Armut  an  Extraordinariaten.  Diese  Verhältnisse  günstiger  zu
gestalten,  vor  allem  im  Interesse  der  theologischen  Spezialforschung,
darf  daher  als  eine  der  dringendsten  Aufgaben  der  theologischen
Fakultäten  für  die  nächste  Zukunft  bezeichnet  werden.

Die  Vergleichung  der  einzelnen  Lehrstühle  an  den  verschiedenen
Fakultäten  ergibt  folgendes  Resultat:

1.  Der  gemeinsame  Bestand  an  ordentlichen  Lehrstühlen  umfaßt  5  Hauptdisziplinen

  der  Theologie:  Alt-  und  neutestamentliche  Einleitung  und
Exegese,  Kirchengeschichte,  Dogmatik  und  Moral.