3%  ehrgebiet  und  I.ehrbetrieb.

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Erdteil  Asien  deren  zwei  verwandt  werden.  Umgekehrt  wird  mehrfach
  über  die  drei  südlichen  Kontinente  in  einer  einzigen  eine  kurze
Übersicht  gegeben.  Irgend  cin  Zwang  besteht  für  den  Dozenten  in
keiner  Weise.  Die  Gestaltung  seines  Unterrichts  ist  ihm  völlig  überlassen.
  Und  während  einzelne  Professoren  alle  Erdteile  in  den  Bereich
ihres  Vorlesungszyklus  ziehen,  beschränken  sich  andere  durchaus  nur
auf  Europa,  gleichsam  als  Probe  der  Behandlung  eines  länderkundlichen
Themas  überhaupt.

Ergänzend  treten  zu  diesen  Hauptvorlesungen  kleinere  über  ausgewählte
  Kapitel  aus  der  allgemeinen  Erdkunde  oder  der  L.änderkunde,
  wie  z.  B.  über  die  Alpen,  die  deutschen  Schutzgebiete,  die
Geschichte  der  Erdkunde  in  einzelnen  Hauptperioden  oder  inbetreff
einzelner  Erdteile  usw.

Die  Behandlung  der  Themata  innerhalb  der  Vorlesungen  ist
sicher  mannigfach  verschieden  und  pflegt  eng  mit  der  Vorbildung
und  dem  besonderen  Arbeitsfeld  des  Dozenten  zusammenzuhängen,
entzieht  sich  im  übrigen  dem  Urteil  der  Außenstehenden.  Ein
Wechsel  der  Universität  während  der  Studienzeit  wird  daher  ganz
besonders  für  den  Geographen  zu  empfehlen  sein.  Im  allgemeinen
dürfte  der  Tenor  der  Vorlesungen  weit  mehr  auf  die  ernstliche  Einführung
  in  das  wissenschaftliche  Studium  der  Frdkunde  zugespitzt
sein,  als  auf  bloße  Anregung  und  Verbreitung  geographischer  Kenntnisse.
  Letzterer  Zweck  steht  bei  den  meist  einstündigen  öffentlichen
Vorlesungen  über  ein  leichtverständliches  und  allgemeiner  interessierendes
  Thema  im  Vordergrund.

3.  Geographische  Übungen.  Die  Zeit  der  Frrichtung
scographischer  Professuren  fällt  bereits  in  die  Periode  akademischer
Unterweisung,  wo  die  Wichtigkeit  praktischer  Kurse,  welche  die
Hörer  zur  Selbsttätigkeit  anregen,  auch  für  die  Gebiete  der  Geisteswissenschaften
  allgemein  erkannt  war.  Dementsprechend  waren
seminaristische  Einrichtungen  bereits  in  den  benachbarten  Disziplinen
üblich.  Es  beschränkte  sich  daher  von  Anfang  an  kaum  cin  Fachvertreter
  der  Erdkunde  allein  auf  Vorlesungen,  sondern  eröffnete
gleichzeitig  für  cinen  kleinen  Kreis  sogenannte  „geographische
Übungen“.  Zunächst  fehlte  es  für  diese  cbenso  an  praktischen  Erfahrungen
  wie  für  die  Gestaltung  erdkundlicher  Vorlesungen  überhaupt.
Wohl  die  meisten  älteren  Dozenten  haben  die  verschiedenartigsten
Versuche,  diese  Übungen  wirklich  nutzbringend  einzurichten,  angestellt.
  Die  jüngeren  konnten  dann  von  diesen  Erfahrungen  das
Beste  auswählen.