Philosophische  Fakultät:  Geographie.  235

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Nachschlagebücher,  geschweige  denn  zur  Haltung  der  wichtigsten
geographischen  Zeitschriften  aus.  Wo  nun  gleich  von  Anfang  an
kartographische  Kurse  und  andere  praktische  Übungen  der  oben  geschilderten
  Art  geplant  wären,  wären  die  Bestrebungen  der  gcographischen
  Fachvertreter  vergeblich  gewesen,  wenn  nicht  die  Unterrichtsverwaltungsen
  fast  überall  mit  namhaften  Zuschüssen  außerordentlicher
  Natur  in  dankenswertester  Weise  eingegriffen  hätten.  Einzelne
Universitäten  haben  sich  durch  Einführung  fester  Beiträge  von  seiten
der  regelmäßigen  Benutzer  der  Hinrichtungen  die  Mögzlichkeit  verschafft,
  ihre  geographischen  Institute  glänzend  auszustatten.  In  diesem
Punkt  steht  Leipzig  an  der  Spitze.

Als  erstes  Bedürfnis  stellte  sich  überall  das  Verlangen  nach
eigenen,  für  die  Zwecke  des  geographischen  Unterrichts  eingerichteten
Räumen  dar.  Für  die  meisten  Hochschulen  ist  die  anfängliche  Bedrängnis
  nach  dieser  Richtung  wohl  bescitist.  Die  geographischen
Apparate  oder  Seminare  fanden  während  des  letzten  Jahrzehnts  in
den  Neubauten  cigener  Semmargebäude  oder  in  freigewordenen
Räumen  älterer  Institute  zweckmäßigere  Unterkunft.  Aber  bis  heute
haben  es  nur  wenige  zu  ausgiebigen,  in  sich  abgeschlossenen  Räumlichkeiten
  gebracht.  Leipzig  erfreut  sich  deren  schon  seit  dem  völligen
Umbau  des  Paulinums  im  Jahre  1896.  —  Ganz  neuerdings  erst  ist
Berlin  durch  die  räumliche  Vereinigung  des  geographischen  Instituts
mit  dem  neu  bogründeten  Institut  für  Meereskunde  und  ebenso
Göttingen  durch  einen  Anbau  der  K.  Bibliothek  im  engen  Anschluß
an  die  bisher  daselbst  der  Geographie  zugewiesenen  Räume  in  den
Besitz  der  gewünschten  Erweiterung  gekommen.  In  Berlin  teilen  sich
das  geographische  Institut  und  das  für  Meereskunde  in  cin  ganzes
Stockwerk,  das  dem  Museum  für  Meereskunde  aufgebaut  ist,  wozu
der  Vorteil  einer  gemeinsamen  Bibliotheksgallerie  noch  hinzutritt.
Freiburgs  Institut  hat  1901  in  einem  neuen  Gebäude  zugleich  mit
Geologie,  Mineralogie  und  Mathematik  Unterkunft  gefunden;  auch
Greifswald  verfügt  über  4  bis  5  Räume.  Die  Bedürfnisse  eines  solchen
grcogrraphischen  Instituts,  wie  sie  bei  Neueinrichtung  der  obengenannten
zutage  getreten  und  in  der  Hauptsache  verwirklicht  sind,  lasson
sich  etwa  wie  folgt  zusammenfassen.  Ein  der  jeweiligen  Frequenz
entsprechender,  geräumiger  ‚Hörsaal,  der  mit  zahlreichen  verschichbaren
  Wäandtafeln,  umfangreichen  Aufhängevorrichtungen,  großem
Demonstrationstisch  und  Projektionsapparat  ausgestattet  ist.  \Womöglich
  sollte  er  dem  Geographen  bezw.  den  geographischen  Dozenten
  ausschließlich  zur  Verfügung  stehen.  Soweit  sich  Kolloquien