Philosophische  Fakultät:  Geographie.  237

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vertreters  oder  je  nach  bestimmten  Vorbedingungen  der  eine  oder
andere  Zweig  der  vielumfassenden  Erdkunde  eine  größere  Pflege
findet.  In  der  Tat  haben  sich  bereits  eine  Reihe  bLemerkenswerter  Spezıalitäten
  gebildet.

Das  zeigt  sich  vielfach  schon  innerhalb  des  Bereichs  von  Demonstrationsmitteln
  für  Vorlesungszwecke.  In  manchen  Instituten
  hat  sich  neben  den  Wandkarten  möglichst  großen  Maßstabes,
die  im  In-  oder  Auslande  publiziert  sind,  cin  großer  Bestand  von
handschriftlichen  Wandkarten  oder  besser  Übertragungen  mannigfacher
  Verbreitungserscheinungen  auf  Umritskarten  der  Erde  oder
einzelner  Länder,  ebenso  von  Wandtafeln  und  Profilen  ausgebildet.
Manche  Dozenten  sorgen  dafür,  daß  während  der  Vorträge  jeder
Hörer  die  entsprechenden  Handkarten  vor  sich  hat,  was  den  erforderlichen
  und  öfters  zu  erneuernden  Bestand  an  solchen,  die  man
ım  allgemeinen  den  Hand-  oder  Schulatlanten,  gelegentlich  auch
größeren  Kartenwerken  entninmnt  oder  selbst  in  autographischen
Skizzen  entwirft,  leicht  auf  Tausende  von  Exemplaren  anwachsen
läftt.  Die  Ergänzung  der  Anschauungsmittel  durch  größere  geographische
  Charakterbilder  oder  durch  Photographien  muf3  neuerdings
durch  die  ungleich  instruktiveren  Lichtbilder  erfolgen.  Einzelne  Institute
  verfügen  bereits  über  einen  großen  Reichtum  an  Diapositiven
und  in  der  Mehrzahl  geht  man  zur  Selbstanfertigung  solcher  über,
was  eigene  Vorrichtungen  in  den  Räumen  des  Instituts  erfordert.

Die  Apparate  zur  Hrläuterung  der  Lehren  der  astronomischen
Geographie  werden  sich  nicht  auf  die  in  Schulen  üblichen  Tellurien
beschränken  dürfen.  Manche  Dozenten  betrachten  es  als  eine  Aufgabe
  der  entsprechenden  Institutssammlung,  Serien  solcher  Apparate
verschiedener  Konstruktion  einzuverleiben,  um  sie  auf  ihre  Verwendbarkeit
  zu  prüfen  und  den  späteren  l.chrern  der  Erdkunde  die  zweckmäßigsten
  empfehlen  zu  können.  Das  gilt  auch  insbesondere  von
allen  Arten  von  Globen.

Die  Bedeutung,  welche  die  Geomorphologie  für  die  Erdkunde
in  den  letzten  Jahrzehnten  gewonnen,  hat  abgeschen  von  der  Beschaffung
  typischer  Reliefs,  wie  der  bekannten  Heim’schen  u.  a.,  die
doch  immer  nur  wenige  Erscheinungen  zur  anschaulichen  Darstellung
bringen  können,  zur  Änlegung  einer  eigenartigen  Gesteinssammlung
geführt.  Abgeschen  von  Handstücken  der  gebirgsbildenden  Felsarten,
verleibt  man  solche  ein,  die  alle  Arten  und  Stadien  der  Quetschungs-,
Verbiegungs-,  Verwitterungs-,  Abschleifungs-,  Ablagerungs-  usw.  Erscheinungen
  veranschaulichen.  In  einigen  Instituten  haben  derartige