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dem  solche,  die  sich  auf  Spezialuntersuchungen  beziehen,  mit  denen
Studierende  beschäftigt  sind.  Darum  empfiehlt  cssich,  auch  Sammelbände
  zweckmäßig  ausgewählter  Scparatabdrücke  anzulegen,  die  in
den  allgemeinen  Universitätsbibliotheken  niemals  zu  haben  sind.  So
besitzt  das  Kieler  botanische  Institut  eine  umfangreiche  Sammlung
von  Arbeiten  über  Algen,  wozu  als  Grundstock  der  Direktor  die  in
seinem  Besitz  befindlichen  algologischen  Schriften  und  Separatabdrücke
schenkte.

Neben  den  Büchern  bildet  eine  Sammlung  von  Wandtafeln  und
Modellen  ein  in  allen  biologischen  Instituten  vorhandenes  wichtiges
Unterrichtsmittel.  Dann  ist  der  Sammlungen  konservierter  Tiere  und
Pflanzen  zu  gedenken,  die  in  Gläsern  während  der  Vorlesung  herumgereicht
  werden,  Auf  die  Konservierungsmittel  kann  hier  nicht  näher
eingegangen  werden;  nur  sei  hervorgehoben,  daß  Pflanzen  und  Pflanzenteile
  nicht  nur  in  einem  flüssigen  Medium,  sondern  auch  in  getrocknetem,
  häufig  auch  in  gepreßtem  Zustande  vorgewiesen  werden  können,
wie  auch  die  getrockneten  Skelette  der  Tiere  von  Wichtigkeit  sind.

Dann  komnien  die  Sammlungen  in  Betracht,  die  den  wissenschaftlichen
  Untersuchungen  als  Material  dienen.  Mit  den  zoologischen
Instituten  ist  meist  ein  kleineres  oder  größeres  Museum  verbunden;
die  botanischen  Institute  besitzen  mehr  oder  weniger  unfassendc  Herbarien.
  Hierbei  ist  es  geboten,  Vollständigkeit  der  Sanımlunz  nur  anzustreben
  in  den  Richtungen,  in  denen  an  den  betreffenden  Universitäten
besonders  gearbeitet  wird,  sonst  würde  es  bald  an  Raum  zur  Aufstellung
fehlen.  So  verfügt  z.  B.  das  Kieler  botanische  Institut  über  eine  recht
vollzählige  Sammlung  getrockncter  Algen.  Die  großen  Museen  der
Berliner  Universität  bilden  insofern  cine  Ausnahme,  als  sie  darauf
ausgehen,  möglichst  umfassende  Sammlungen  aus  allen  Zweigen  des
Tier-  und  Pflanzenreichs  zusanımenzubringen,  und  sie  auch  mit  den
erforderlichen  Mitteln  und  Räumlichkeiten  ausgestattet  sind,

Die  botanischen  Institute  der  Universitäten  sind  hinsichtlich  ihrer
Sammlungen  von  Natur  aus  insofern  günstiger  gestellt  als  die  zoolosischen,
  weil  sic  über  die  lebenden  Muscen  der  botanischen  Gärten
verfügen.  Ursprünglich  begründet  für  den  Anbau  von  Arzneipflanzen,
die  Arzt  und  Apotheker  auch  im  lebenden  Zustande  kennen  lernen
sollten,  ist  diese  einst  ausschließliche  Bestimmung  längst  zur  Nebenaufgabe
  geworden.  Seitdem  die  Botanik  sich  zu  einer  auch  in  ihrer
äußeren  Vertretung  selbständigen  Wissenschaft  entwickelte,  scitden
die  botanischen  von  den  medizinischen  I.ehrstühlen  getrennt  wurden,
wurden  auch  rein  botanische  Ziele  in  den  botanischen  Gärten  ver-