Königl.  Preußische  Kheinische  Friedrich-Wilhelm--Universität  in  Donn.  41

Die  katholisch-theologische  Fakultät  zählt  gerenwärtig
7  ordentliche*),  1  ordentlichen  Ilonorarprofessor,  3  außerordentliche
Professoren  und  2  Privatdozenten.  Es  besteht  ein  theologisches  Seminar
seit  \WW.-S.  1920  und  ein  homiletisches  Seminar  seit  1845  mit  einer
Dotation  von  OM.  und  ein  erzbischöfliches  Konvikt  in  zwei  großen,
eigenen  Gebäuden.

Die  juristische  Fakultät  zählt  11  Ordinarien**),  1  Extraordinarius,
  d  Privatdozenten.  Sie  hat  cin  juristisches  Seminar  seit  W.-S.
1872  mit  ciner  Dotation  von  770  M.

Die  medizinische  Fakultät  zählt  41  Ordinarien***),  |  ordentlichen
  Honorarprofessor,  9  außerordentliche  Professoren  und  24  Privatdozenten.
  Es  besteht  ein  anatomisches  Institut  seit  1818  (Neubauten
1859  und  1873)  mit  einer  sachlichen  Dotation  von  8760  M,  und  einer
Gesamtdotation  (einschl.  persönlicher  Ausgaben)  von  17070  M.;  ein
physiologisches  Institut  seit  S.-S.  1859  (Neubau  W,-S.  1878)  mit
einer  sachlichen  Dotation  von  7780  M.,  einer  Gesamtdotation  von
14360  M.;  ein  pathologisches  Institut  seit  1862  mit  ciner  sachlichen
  Dotation  von  6045  M.  und  einer  Gesamtdotation  von  10825  M,;
cin  pharmakologisches  Institut,  als  pharmakologischer  Apparat
seit  1826,  als  Institut  seit  1870  mit  einer  sachlichen  Dotation  von
400  M.  und  einer  Gesamtdotation  von  6750  M.;  ein  hygienisches
Institut  seit  1894  mit  einer  sachlichen  Dotation  von  4250  M.  und
einer  Gesamtdotation  von  6450  M.

Die  klinischen  Anstalten  umfassen

I.  die  medizinische  Klinik  und  Poliklinik  seit  1818  (Neubau
1882),  die  Klinik  für  Syphilis  und  Hautkrankheiten  seit  S.-5.  1882,
die  chirurgische  Klinik  und  Poliklinik  seit  1818  (Neubau  1853),  die
Klinik  und  Poliklinik  für  Geburtshilfe  und  Frauenkrankheiten  seit  1819
(Neubau  1870).  Diese  4  Kliniken  haben  eine  gemeinsame  Verwaltung
und  eine  gemeinsame  Dotation  in  der  Gesamthöhe  von  379837  M.

Es  bestehen  außerdem  mit  selbständiger  Verwaltung  cine  Augenklinik
  und  Poliklinik  seit  1873  (Neubau  S.-S.  1903)  mit  einer  Gesamtdotation
  von  38  100  M.,  eine  Ohrenpoliklinik  seit  W.-S.  1877  mit
einer  Gesamtdotation  von  1800  M.,  und  eine  psychiatrische  Klinik  seit

*\  Kellner,  Kaulen,  Schrörs,  Kirschkamp,  Felten,  Einglert,  Esser.
**)  v,  Schulte,  Krüger,  Ilüffer,  l.örsch,  Zorn,  Zitelmann,  Cosack,  Bergbohm,  Crorne,
landsberg,  Hleimberger.
***)  v,  Leydig,  Pflüger,  Köster,  Samisch,  Binz,  Frhr.  v.  la  Valeue  St.  George,  Fritsch,
Schultze,  Pelman,  Finkler,  Bier.