349  Die  einzelnen  I/niversitäten.

1882.  Diese  ist  mit  der  Provinzial-Irrenanstalt  verbunden,  der  Staat
gewährt  nur  einen  Zuschuß  von  insgesamt  1800  M.

Die  philosophische  Fakultät  zählt  34  Ordinarien*),  2  ordentliche
  Honorarprofessoren,  15  außerordentliche  Professoren,  40
Privatdozenten,  3  Lektoren.  Als  Fachgruppen  kann  man  unterscheiden:


1.  Philosophische  Gruppe:  2  Ordinarien,  1  ordentlicher  Honorarprofessor,
  ?  Extraordinarien,  5  Privatdozenten,  Es  besteht  ein  psychologisches
  Seminar  seit  1898,  bisher  im  wesentlichen  dotiert  aus
verfügbaren  Mitteln  des  Kuratoriums,  feste  Dotation  von  800  M.,  und
ein  sogenanntes  Seminar  für  philosophische  Propädeutik  seit
1902,  mit  welchem  unzutreffenden  Namen  sich  die  Anstalt  für  Ausbildung
  der  altkatholischen  Theologen  bezeichnet.  Sachdotation
GO  M.,  Gesamtdotation  1800  M.

3.  Altertumswissenschaft  (griechische  und  lateinische  Philologie,
‚Archäologie,  alte  Geschichte):  6  Ordinarien,  3  Privatdozenten.  Ein
philologisches  Seminar  wurde  schon  1819  gegründet;  es  hat  eine
sachliche  Dotation  von  600  M.,  cine  Gesamtdotation  von  2250  M.;
das  akademische  Kunstmuseum  (Sammlung  von  Altertümern
und  Abgüssen,  Neubau  W.-S.  1884)  hat  eine  sachliche  Dotation  von
5005  M.  und  cine  Gesamtdotation  von  0256  M.

Das  Museum  rheinischer  Altertümer  (W.-S.  1876)  ist  jetzt  mit
dem  großen  Provinzialmuseum  verbunden,  Aus  Universitätsmitteln
wird  nur  noch  zur  Bibliothek  ein  Zuschuß  von  240  M.  gegeben.

3.  Neuere  Philologie  und  Literaturgeschichte  (germanische,  romanische,
  englische  Philologie.  Die  slavische  Philologie  ist  mit  einer
Professur  für  Sprachvergleichung  verbunden):  5  Ordinarien,  2  Extraordinarien,
  3  Privatdozenten,  2  L.ektoren.  Es  besteht  ein  germanistisches
  Seminar  seit  S.-S.  1879  mit  einer  Dotation  (nur  sachlich)  von
300  M.,  ein  Seminar  für  romanische  Philologie  mit  ciner  sachlichen
  Dotation  von  510  M.,  einer  Gesamtdotation  von  2250  M.,  ein
Seminar  für  englische  Philologie  seit  S.-S.  1888  mit  einer  Dotation
von  300  M.  (nur  sachlich).

4.  Vergleichende  Sprachwissenschaft  und  orientalische  Philologie:
3  Ordinarien,  ?  Extraordinarıen,  1  Privatdozent.  Es  besteht  kein

*}  Bucheler,  Usener,  Lipschitzeh),  Just,  Frhr.  v.  d.  Goltz,  Nissen,  Laspeyres,  Strasburger,
  Ritter,  Wilmanns,  Aufrecht,  Rein,  Förster,  Erdmann,  Ludwig,  Schlüter,  v.  Bezold,
Trautmann,  Jacobi,  Löscheke,  P’rym,  Gothem,  Dietzel,  Küstner,  Kortum,  Schulte,  Elter,
Kayser,  Litzmann,  Anschütz,  Bulbring,  Brinkmann,  Clemen,  Dyrofl.