Königl.  Preußische  Rheinische  Friedrich  -Wilhelms-Universitäi  in  Bonn,  343

Seminar,  sondern  es  werden  nur  Übungen  seitens  der  Professoren  abgrehalten.


5.  Mittlere  und  neuere  Geschichte  und  historische  Hilfswissenschaften:
  3  Ordinarien,  1  Ordinarius  honorarius,  4  Privatdozenten.  Es
besteht  ein  historisches  Scminar  seit  W.-S.  1861  mit  einer  sachlichen
  Dotation  von  800,  einer  Gesamtdotation  von  1100  .M.

6.  Kunstgeschichte  und  Musik:  2  Ordinarien,  1  Extraordinarius,
1  Privatdozent,  I  Lektor.  Es  besteht  ein  Kabinett  für  mittelalterliche
  und  neuere  Kunst  seit  W.-S.  1872/73,  bisher  wesentlich
durch  besondere  Zuschüsse  fundiert,  Dotation  (nur  sachlich)  00  M.,
sowie  ein  musikalischer  Apparat  seit  1856  und  ein  Zeichenapparat
seit  1876,  beide  ohne  feste  Dotation.

7.  Staatswissenschaften:  2  Ordinarien,  1  Extraordinarius,  1  Privatdozent.
  Scit  S.-S.  1888  ist  ein  staatswissenschaftliches  Seminar
errichtet  mit  einer  Dotation  von  600  M.  (nur  sachlich).

8.  Geographie:  1  Ordinarius,  1  Privatdozent.  Fs  besteht  cin
gcographischer  Apparat  seit  W.-S.  1874/75  mit  einer  Dotation
von  300  M.  (nur  sachlich).

9.  Mathematik  und  Astronomie:  3  Ordinarien,  I  Extraordinarius,
  2  Privatdozenten.  Es  besteht  ein  mathematisches  Seminar
seit  S.-S.  1866  mit  einer  Dotation  von  WO  M.  (nur  sachlich).  Die
Sternwarte  ist  erbaut  1840,  ihre  Sachdotation  beläuft  sich  auf
W220  M.,  ihre  Gesamtdotation  auf  16  92V  M.

10.  Physik:  1  Ordinarius,  2  Extraordinarien,  5  Privatdozenten.
Es  besteht  cin  physikalisches  Kabinett  seit  1819,  zum  Institut
erweitert  seit  1876,  mit  einer  Sachdotation  von  8420  M.,  einer  Gesamtdotation
  von  11  120  M.

11.  Chemie:  1  Ordinarius,  I  Extraordinarius,  8  Privatdozenten.
Fs  besteht  ein  chemisches  l.aboratorium  seit  1820,  zum  Institut
erweitert  1854,  Neubau  1868,  mit  ciner  Sachdotation  von  2740  M.
und  Gesamtdotation  von  43  650  M.,  sowie  ein  pharmazeutischer  Apparat
scit  1822,  erweitert  1881,  mit  einer  Dotation  von  450  M.  (nur
sachlich).

12.  Mineralogie  und  Geologie:  2  Ordinarien,  I  Extraordinarius,
I  Privatdozent.  Fs  besteht  ein  mit  einem  Museum  verbundenes
mincralogisches  und  geologisches  Institut  mit  einer  Sachdotation
von  2630  M.  und  einer  Gesanitdotation  von  5240  M.,  und  ein  ebenfalls
  mit  einem  Museum  verbundenes  geologisch-  paläontologisches
Institut  mit  einer  Sachdotation  von  1340  M.  und  einer  Gesamtdotation
von  3640  M.  Beide  Institute  bestechen  seit  1818  ursprünglich  ebenso