+14  Die  einzelnen  Universitäten.

Das  hygienische  Institut  (begründet  und  erbaut  1888,  Umbau
1898;  mit  einer  Kinnahme  von  900  M.).

Die  akademischen  Hoetlanstalten,  umfassend  die  medizinische,
chirurgische,  Augsen-  und  Frauenklinik  nebst  der  Hebammen-Lehranstalt
  mit  Ausnahme  der  Augenklinik,  begründet  1788;  die  jetzigen
medizinischen,  chirurgischen  und  geburtshilflichen  Kliniken  sind  erbaut
im  Jahre  1862;  die  Augenklinik  ist  errichtet  im  Jahre  1868,  Neubau
1888.  Sonst  haben  noch  die  folgenden  umfangreicheren  Neu-  und
Erweiterungsbauten  stattgefunden:  1878  Erweiterungsbau  der  Auditorienräume
  für  die  medizinische  und  für  die  chirurgische  Klinik,  1893
Neubau  der  chirurgischen  Auditorienräume,  1900  Neubau  der
medizinischen  Auditorienräume,  1896  Anbau  an  die  geburtshilfliche
Klinik).  Die  akademischen  IHleilanstalten  haben  eine  Finnahme  von
428  065,78  M.,  wovon  Jedoch  nur  196  160,78  M.  aus  der  Universitätskasse
  zugreschossen  werden.  Aus  der  genannten  Summe  empfangen
noch  Zuschüsse:  die  medizinische  Poliklinik  als  selbständiges  Institut
berründet  1870;  in  einem  Miethause  untergebracht)  und  die  chirurrische
  Poliklinik  (besrründet  1875;  untergebracht  im  Anschar-Schwesternund
  Krankenhause).

Die  Poliklinik  für  Ohren-,  Hals-  und  Nasenkrankheiten  (begründet
  1899;  ohne  eines  Gebäude;  mit  einer  Kinnahme  von  5000  M.).

Die  Poliklinik  für  llautkrankheiten  (begründet  1903;  untergebracht
  in  gemieteten  Räumen;  mit  einer  Einnahme  von  3000  M.).

Die  Poliklinik  für  den  zahnärztlichen  Unterricht  (begründet  1871;
ist  Privatanstalt,  erhält  jedoch  cine  Subvention  von  100  M.

Die  psychiatrische  und  Nervenklinik  (begründet  1901;  Neubau
aus  demselben  Jahre;  mit  einer  Einnahme  von  48.050  M.).

Für  den  Unterricht  in  der  gerichtlichen  Medizin  sind  900  M.
jährlich  ausgesetzt,  die  vorläufig  noch  der  Verwendung  harren.

Die  philosophische  Fakultät  zählt  gesenwärtig:  28  ordentliche
Professoren*ı,  7  außerordentliche  Professoren,  21  Privatdozenten  und
2  L.ektoren.

Die  philosophische  Fachgruppe  wird  durch  2  ordentliche  Professoren
  und  1  Privatdozenten  vertreten.  Ihnen  steht  zur  Ver-*)

  Seeli,  Moßlinann,  Schirren,  Pochhammer,  Krümmel,  Reinke,  Brandt,  Genug,
Deusen,  Oldenberg,  Körting.  Schöne,  Hasbach,  Weber,  Milchhoefer,  Rantimann,  Ilarzer,
Volguardsen,  COlaisem,   Lenard,  Martins,  Rodenberg,  Ntäckel,  Sudhaus,  Wendland,  Ilolthausen,
  Matthaci.