Die  Königl.  Bayerische  Ludwig-Maximilians-Universität  zu  München,  355

namentlich  auch  im  weiteren  Ausbau  und  der  weiteren  Ausgestaltung
mannigfacher  und  wichtiger  Universitäts-Institute  jegliche  Förderung.
Im  Jahre  1868  erhielt  die  Universität  als  Schwesteranstalt  die  neugegründete
  Technische  Hochschule.  Für  die  Studierenden  beider
Hochschulen  ist  durch  die  Ermöglichung  des  Besuchs  der  Vorlesungen
auch  an  der  anderen  Hochschule  eine  wesentliche  Erweiterung  der
Unterrichtsgelegenheit  geboten.

Zu  vermerken  ist  die  organisatorische  Änderung,  welche  im  Jahre
1878  eintrat  durch  Schaffung  eines  erweiterten  furstlichen  Universitätsunterrichts
  in  Bayern  und  Verlegung  desselben  in  die  staatswirtschaftliche
  Fakultät  der  Universität  München,  während  die  dem  Universitätsunterricht
  unmittelbar  vorhergehende  Stufe  des  forstlichen  Hochschulunterrichts
  an  der  isolierten  Forstlichen  Hochschule  Aschaffenburg
belassen  wurde.

Auf  die  Ausgestaltung  der  Unterrichtsfächer  im  einzelnen  und
die  Fürsorge  für  deren  —  bei  allen  wichtigen  Fächern  michrfache  —
Besetzung  kann  hier  nicht  eingegangen  werden,  cbenso  wenig  wie
auf  die  Ausgestaltung  und  Weiterbildung  der  Institute,  Sammlungen
und  Seminare,  von  denen  insbesondere  auch  die  letzteren  in  der
neueren  Zeit  eine  große  Entwicklung  gefunden  haben.  Über  den
dermaligen  Stand  dieser  wichtigen  Unterrichtsbehelfe  gibt  der  unten
folgende  statistische  Teil  einen,  allerdings  sehr  knappen,  Aufschluß.

Hier  sind  nur  noch  die  Namen  hervorragender  verstorbener
l.chrer  der  Universität  München  aufzuführen:

Theologische  Fakultät.  Außer  den  oben  bereits  erwähnten
Sailer  und  Allioli  insbesondere:  J.  A.  Möhler,  J.  J.  I.  v.  Döllinger,  B.
v.  Haneberg,  J.  Hergenröther,  V.  Thalhofer,  P.  Schegg.

Juristische  Fakultät.  Aufser  den  oben  bereits  erwähnten
Feuerbach,  Savigny  und  Mittermaier  insbesondere:  G.  F.  Puchta,
G.  Phillips,  G.  I.  v.  Maurer,  K.  IL.  v.  Arndts,  K.  F.  v.  Dollmann,
J.  v.  Pözl,  K.  v.  Maurer,  P.  v.  Roth,  I.  C.  Bluntschli,  A.  v.  Brinz,
F.  v.  Holtzendorff,  B.  v.  Windscheid,  W,  v.  Planck,  II.  v.  Sicherer,
M.  v.  Seydel,  H.  Seuffert.

Staatswirtschaftliche  Fakultät.  F.  B  W.  v.  Ilermann,
K.  E.  v.  Schafhäutl,  Fr.  Knapp,  RK.  Fraas,  W.  H.  v.  Richl,  J.  A.
R.  v.  Helferich,  K.  W.  v.  Gümbel,  J.  Lehr,  sodann  die  F’orstmänner:
G.  Heyer,  F.  v.  Baur,  R.  Ilartig.

Medizinische  Fakultät.  Außer  den  oben  bereits  genannten
Walther  und  Buchner  insbesondere:  1.  Breslau,  J.  N.  v.  Ringscis,
I.  v.  Döllinger,  IL.  Oken,  K.  Th.  v.  Siebold,  F.  X.  v.  Gietl,  K.