438  Die  einzelnen  Universitäten

Veranstaltungen  der  darstellenden  Kunst  stehen  allen  Studierenden
zur  Verfügung,  und  die  süddeutsche  Gemütlichkeit  ist  gerade  in
München  eine  erwünschte  Begleiterin  des  Alltagsdaseins  des  Musensohns.
  Dazu  kommt,  daß  München  nicht  nur  selbst,  dank  der
Hygiene,  jetzt  eine  „gesunde  Stadt"  ist,  sondern  auch  nervenerfrischender
  und  herzerquickender  Nachbarschaft  sich  rühmen  darf
in  dem  so  leicht  erreichbaren,  zumal  an  schönen  Sommertagen  so
einladenden  bayerischen  Alpenhochland.  Mens  sana  in  corpore  sano
zu  verwirklichen,  das  soll  hier  dem  mit  ernstem  Streben  freien  Blicks
in  die  Lebensbahn  vorschauenden  Jünger  der  Wissenschaft  wohl  gelingen.


Literatur  zur  Geschichte  der  Universität:  C.  Prantl,  Geschichte
der  Ludwig-Maximilians-Universität  in  Ingolstadt,  Landshut,  München.
Zur  Festfeier  ihres  400jährigen  Bestehens  im  Auftrage  des  akademischen
Senats  verfaßt.  2  Bände.  München  1872.  Chr.  Kaiser.  —  Auf
deutschen  Hochschulen  I.  Die  Ludwig-Maximilians-Universität  zu
Ingolstadt,  Landshut  und  München  in  Vergangenheit  und  Gegenwart
von  Max  Haushofer.  München.  Akademische  Monatshefte  18%.  -
Die  Verlegung  der  L.udwig-Maximilians-Universität  nach  München.
Rede  beim  Antritt  des  Rektorats  v.  K.  Th.  Heigel.  München  1897.
(Kine  knappe  Skizze  der  Geschichte  der  Universität  ist  enthalten  in
Münchener  Akademischen  Taschenbuch  für  Juristen.  Studienjahr
1W3.04.  Herausgegeben  von  Th.  Ackermann.  München  1%%.;
Auch  darf  ich  nicht  unterlassen,  dem  Herrn  Bibliothekar  Dr.  Wolf
für  gütige  Unterstützung,  insbesondere  bei  der  Bearbeitung  des
vorstehenden  Teiles  der  Mitteilungen  über  die  Ludwig-Maximilians-Universität
  sowie  über  die  Frequenzverhältnisse  im  18.  Jahrhundert
verbindlichsten  Dank  ebenso  auszusprechen,  wie  dem  königlichen
Universitätssekretariat  für  die  freundliche  Übermittlung  des  für  den
nachfolgenden  Teil  benutzten  statistischen  Materials.

3.  Gegenwärtiger  Zustand  (Sommer  103).

Die  (katholischi  theologische  Fakultät  zählt  gerenwärtie
y  ordentliche  Professoren”:  —  1  außerordentlichen  Professor
I  Privatdozenten.

Is  besteht  ein  homiletisches  Seminar,  seit  1804,  dotiert  mit

*ı  Mor  vw.  Schmid  —  Silbernarl  --  Wirthmüller  —  Schönfeldler  —  Andrew
Sehumid  +  Bardenhewer  —  Knöpfler  —  Atzberger  —  Schnitzer.