Die  Königl.  Bayerische  Julius-Maximilians-Universität  zu  Würzburg.  483

aber  1855  die  Verbindung  mit  dem  Spital  und  wurde  in  die  Universitätsattribute
  übergeführt.  I.ange  Zeit  mußte  sich  das  botanische
Institut  mit  anderen  medizinischen  Anstalten  in  das  nämliche  Gebäude
teilen.  Unter  Professor  Sachs  wurde  das  Haus  den  botanischen
/wecken  allein  überlassen,  durch  Aufsetzung  zweier  Stockwerke  bedeutend
  erweitert  und  1885  durch  Anbau  eines  ncucen  Hörsaals
bereichert.  Der  Garten  in  seinem  jetzigen  Bestand  mußte  infolge  der
Entfestigung  1873  größtenteils  neu  geschaffen  werden.  Der  Jahresetat
  beträgt  11500  Mark  R.  und  4935  Mark  P.  (1  Assistent,
1  botanischer  Gärtner,  1  Diener).  Für  die  pharmakognostische  Sammlung,
  die  1898  aus  dem  technologischen  Institut  in  das  botanische
überging,  sind  B5  Mark  R.  ausgeworfen.

Die  Universitätsbibliothek,  die  ihre  wertvollste  Bereicherung
durch  die  Säkularisation  im  Jahre  1803  aus  den  aufgelösten  Klöstern
und  Stiften  erhielt  und  1814  durch  eine  bedeutende  Geldschenkung
des  chemaligen  Fürstprimas  Cart  Theodor  v.  Dalberg  gefördert  wurde,
besteht  aus  ca.  350000  Bänden;  unter  den  Handschriften  (meist  patristischen
  Inhalts)  befinden  sich  schr  wertvolle.  Das  Personal  der
Bibliothek  bestcht  aus  1  Oberbibliothekar,  I  Bibliothekar,  1  Bibliothekssekretär,
  |  Assistenten,  1  Funktionär  und  2  Diener.  Der  Etat  der
Bibliothek  beträgt  26420  Mark  R.  darunter  5202  M.  aus  besonderem
Stiftungsvermögen  und  4286  M.  (schwankender)  Anteil  an  den  Promotions-
  und  Immatrikulationsgebühren;  die  Personalexigenz  beträgt
21600  M.

Für  die  Zwecke  der  Fechtschule  stellt  die  Universität  das
l.okal;  eine  Turnanstalt  ist  in  der  neuen  Universität  eingerichtet;
die  Studenten  haben  das  Recht,  die  Kgl.  Musikschule  behufs  Ausbildung
  zu  besuchen,  wofür  die  Universität  an  diese  WW  M.  entrichtet.

3.  Statistische  Übersichten.
1.  Zahl  der  l.ehrer.

Ian  Ordentliche  |  Außerordentliche  Privatdozenten  Lektoren
Semester  Professoren  Professoren
|
S.  S.  1%3  +44  18  25
„  1878  40  5  19  )
„1850  31  5  6  _
„  1830  27  4  4  _
Ws.  1785  21  8  _  _
1604  °)  15  _  _  —

I)  Im  Lektionskatalog  sind  8  als  PP.  21  ab  G.P.O.  bezeichnet.
2)  Nach  dem  ältesten  noch  erhaltenen  L.ektionskatalog.
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