Die  Königl,  Bayerische  Friedrich-.Alexanders-Universität  zu  Erlangen.  497

Theologie  (extra  facultatemj*),  1  Privatdozenten,  2  Repetenten,  1  der
Fakultät  aggregierten  l.chrer  für  Kirchenmusik.

Es  bestechen  folgende  Sceminarien  (das  Gründungsjahr  und  ihr
aus  Staatsmitteln  fließender  Jahresetat  sind  in  Klammern  beigesetzt):

Seminar  für  alttestamentliche  Exegese  (1884;  450  M.);

Homiletisches  Seminar  (1745  bezw.  1805;  300  M.);

Kätechetisches  Seminar  (1751  bezw.  1809;  60  M.);

Kirchengeschichtliches  Seminar  (1826;  530  M.);

Seminar  für  kirchliche  Archäologie  (1886;  100  M.);

Seminar  für  neutestamentliche  Exegese  (1884;  350  M.);

Seminar  für  systematische  Theologie  (1874;  350  M.);

Seminar  für  reformierte  Theologie  (1886;  100  M.);

Institut  für  Kirchenmusik  (1854;  600  M.).

2.  Die  juristische  Fakultät.  Ihr  l.chrkörper  besteht  aus

5  ordentlichen  Professoren**),  1  außerordentlichen  Professor.  Das
juristische  Seminar  (gegründet  1824)  hat  cinen  Jahresetat  von  1358  M.

3.  Die  medizinische  Fakultät.  Ihr  gehören  10  ordentliche
Professoren***),  5  außerordentliche  Professoren,  5  Privatdozenten  an.  Die
Institute  und  Kliniken  sind  die  folgenden:+)  (Tabelle  auf  Seite  498.)

d.  Die  philosophische  Fakultät.  Die  philosophische  Fakultät
zählt  zur  Zeit  19  ordentliche  Professoren,  7  außerordentliche,  9
Privatdozenten.  Sie  zerfällt  in  2  Sektionen:  Die  philosophisch-historische
  und  die  mathematisch-naturwissenschaftliche.  Die  erstere  zählt
11  Ordinarien}f),  4  außerordentliche  Professoren,  4  Privatdozenten;
die  zweite  8  Ordinarien  Try),  3  Extraordinarien,  5  Privatdozenten.

Als  Fachgruppen  kann  man  unterscheiden:

a)  Philosophie:  2  Ordinarien,  1  Privatdozent;

bi  Altertumswissenschaft  (griechische,  lateinische  Philologie,  Archäologie,

  alte  Geschichte,  Pädagogik)  mit  4  Ordinarien,

*)  K.  Muller.
**)  Sehling,  Rehin  (nach  Straßburg  berufen,  an  dessen  Stelle  von  Oktober  1903  ab
Rieker-Leipzigt,  Alfeld,  Ortmann,  Binder.
**°)  Rosenthal,  v.  Strümpell  (nach  Breslau  berufen),  Penzoldt,  Gerlach,  Hauser,
Fleischer  (Oktober  1903  quiesziert),  Öller,  Graser,  Heim,  Veit.
+)  Bei  den  Ktats  der  Institute  und  Kliniken  (1902)  sind  nur  die  aus  Staatsmilteln
tießenden  Betrüge  aufgeführn;  über  die  Einnahmen  aus  Verpflegungsgeldern  usw.
x.  leızte  Tabelle.
‘b)  Steinmeyer,  Luchs,  Varnhagen,  Eheberg,  Falckenberg,  Geiger,  Röner,  Fester,
Iudeich,  Heerdegen,  Hensel.
+)  Gordan,  Wiedemann,  Fischer,  Nöther,  Paal,  Lenk,  Fleischmann,  Solereder.

Das  Unicrrichtswesen  im  Deuischen  Reich.  1].  32