S1J  Die  einzelnen  Universitäten.

Majestät  des  Königs  Johann  von  Sachsen  Besuch  d.  Universität  1.  nebst  emer  Darstellung
d.  Anstalten  und  Sammlungen  d.  Universität,  1858.  —  C.  Bruhns,  Geschichte  und  Beschreibung
  d.  L.  Sternwarte,  1861.  —  Chronik  d.  Königl.  Deutschen  Seminars  a.  d.  Universitit
  1.  1873—1898,  1898.  —  1’.  Flechsig,  Die  Irrenklinik  d.  Universität  I.  und  ihre
Wirksamkeit,  1888.  —  Emil  Friedberg,  Die  Universität  I.  in  Vergangenheit  und  Gegenwart,
  1898.  —  Derselbe,  Das  Collegium  Juridicum,  1882.  —  W.  His  d.  j.,  Geschichte
der  medizinischen  Klinik  zu  I.  mit  einem  Vorwort  von  11.  Curschmann,  1899.  —  W,  His
d.  ii,  Über  die  Entwicklung  des  akademischen  Unterrichts,  Rektoratsrede  am  31.  Oktober
1882.  —  U.  'Thiersch,  Altes  und  Neues  über  die  großen  Hlospitäler  I..,  Rektoratsrede
am  31.  Oktober  1876.  —  Benno  Schmidt,  Das  chirurgisch-poliklinische  Institut,  1880.  —
F,  Trendelenburg,  Feier  zur  Kröflnung  des  neuen  Institutsgebäudes  d,  chinirgischen
Universnätsklinik  zu  1.  am  26.  Januar  1900.  —  Fr.  Zarucke,  Gesch.  d.  Einhen  der
philosophischen  Faknltät,  Rektoratsrede  am  31.  Oktbr.  1881.  —  Die  Jahresberichte  dl.
Instituts  f.  rumänische  Sprache  zu  I.  sent  1894,  herausg.  von  G.  Weigand.  —  Die  Berichte
  über  die  gesamten  Unterrichts  und  Yrzichungsanstalten  im  Königreich  Sachsen,
1885,  18%,  1897,  190.  —  Sachsen  unter  König  Albert,  ein  Volksbuch  zum
29.  Oktober  1898.  —  Endlich  gef.  Mitteilungen  der  Iierren  Kollegen  über  die  ihnen
unterstellten  Institute,  bezüglich  des  Konvikts  von  lierrn  Professor  Dr.  M.  Heinze).

Universitätsbibliothek.  Zu  den  teilweise  durch  Schenkungen
  entstandenen  Bibliotheken  der  Fakultäten  und  den  Bibliotheken
  der  beiden  Kollegzien  kanı  seit  1544  eine  Universitätsbibliothek,
ein  Werk  des  unermüdlichen  Kaspar  Borners.  Erst  im  Jahre  1616
wurde  ein  ständiger  Bibliothekar  angestellt.  Regelmäßige  Geldmittel
  waren  nicht  vorhanden,  wenn  von  den  aus  dem  Rektorfiskus
  seit  1580  jährlich  Aicßenden  10  Gulden  abgeschen  wird.
Dieser  Zuschuß  hörte  überdies  seit  1673  auf.  Dafür  aber  verpflichtete
man  im  Jahre  1670  die  Studenten  bei  ihrer  Immatrikulation,  eine  beliebire
  Summe  zum  Besten  der  Bibliothek  zu  zahlen,  die  umso
geringer  auszufallen  pflegte,  als  zu  dieser  Zeit  die  Bibliothek  noch
garnicht  zugänglich  war.  Erst  im  Jahre  1821  bewilligten  die  Stände
jährlich  400  Taler;  im  Jahre  1833  kamen  1500  Taler  dazu.  Im
Jahre  1840  wurde  der  Betrag  auf  200  Taler,  im  Jahre  1853  unter
Zurechnung  der  in  354  Talern  bestehenden  anderweitigen  Einnahme
auf  3000  Taler  erhöht.  Seit  1902/3  ist  der  Etat  a)  70180  M.*,  von
denen  3680  M.  cigene  Einnahmen  sind;  b)  07230  M.

Ursprünglich  war  die  Büchersammlung  in  einem  der  zum
Paulinerkloster  gehörenden  Gebäude  untergebracht.  Im  Jahre  1835
fand  die  Überführung  der  Bibliothek  in  das  Augusteum  statt,  schon
10  Jahre  später,  1846,  wurde  sic  in  das  Mittelgebäude  des  Paulinums
  verlegt.  Um  das  Jahr  1885  gelangte  man  endlich  nach  längeren

*),  Bei  den  Angaben  über  die  Etats  bedeutet  a)  den  Aufwand  fur  sachliche
/wecke,  Bücher,  Papier  usw.,  b)  den  Aufwand  für  ständige  Beamte  und  Remunerationen
für  Assistentenleistungen,  Die  Zahlen  beziehen  sich  auf  das  Rechnungsjahr  1902  3,