522  Die  einzelnen  Universitäten.

nach  dessen  Tode  seit  1896  von  Professor  Friedrich  geleitet  und  steht
seit  1902  unter  Professor  Perthes.  Etat  a)  23%  M.,  von  denen
1130  M.  eigene  Einnahmen,  b)  1280  M.

11.  Hygienisches  Institut.  Der  Vorläufer  desselben  ist  das
pathologisch-chemische  l.aboratorium,  das  scit  Sommersemester  1870
unter  der  Öbecrleitung  der  Direktoren  der  Klinik  zuerst  mit  C.  Hugo
Huppert,  dann  seit  Wintersemester  1872/73  mit  Dr.  Franz  Hofmann
als  Dirigenten  der  chemischen  Arbeiten  zusammen  mit  dem  pathologischen
  Institut  auf  die  L.icbigstraße  übersiedelte.  Dasselbe  bekam
den  Namen  „Hygienisches  Institut“,  nachdem  seit  Wintersemester
1878/79  aus  der  experimentellen  Hygiene  cin  Ordinariat  geworden
war,  das  Franz  Ilofmann  erhalten  hatte.  Im  Jahre  1885  wurde  auf
das  Gebäude  des  pathologischen  Instituts  cine  Etage  aufgesetzt  für
seine  Zwecke.  Scin  Etat  ist  a)  SO)  M,,  b)  8420  M.

12.  Heilanstalt  für  Augenkranke.  Dicsce  Anstalt  wurde  im
Jahre  1820  von  Dr.  Friedr.  Phil.  Ritterich  aus  milden  Beiträgen  der
Einwohner  Leipzigs  begründet  und  von  ihm  allein  verwaltet.  Erst
im  Jahre  1852  wurde  die  Professur  für  Augenheilkunde  mit  Sitz
und  Stimme  in  der  Fakultät  verbunden.  Am  1.  Mai  1892  trat  dann
die  Augenheilanstalt  in  die  Reihe  der  akademischen  I.chrinstitute
dadurch  über,  daß  kraft  einer  mit  der  Regierung  geschlossenen  Vereinbarung
  der  Verein  zur  Unterhaltung  der  Heilanstalt  eine  Stiftung
begründete,  die  der  Verwaltung  und  Leitung  des  Ministeriums  unterstellt
  wurde.  Es  wurde  jetzt  cin  großer  Llörsaal  erbaut  -—  Aufwand
37738  M.  -  -,  der  mit  Beginn  des  Wintersenicsters  1892/93  in  Benutzung
  genommen  werden  konnte.  Der  Etat  ist  a)  67475  M.,  von
denen  21  534  M.  eigene  Einnahnıen,  b)  IT  910  M.

13.  Zahnärztliches  Institut.  Zu  Beginn  des  Wintersemesters
1884,85  wurde  unter  der  Leitung  von  Dr.  F.  L.  Hesse  in  Räumen
an  der  Gocthestraße  ein  zahnärztliches  Institut  eröffnet,  das  dazu
bestimmt  war,  für  geringes  Entgelt  zahnärztliche  Hilfe  zu  leisten  und
Studierende  in  der  Zahnheilkunde  auszubilden.  Dasselbe  basiert  Iedıglich
  auf  eigenen  Einnahmen,  die  (12)  740  M.  waren  und  den  Bedarf
um  3500  M.  übertrafen.  Zur  Besoldung  der  Beamten  und  Assistenten
sind  10430  M.  ausgeworfen.  Es  erhielt  im  Sommersemester  1889
durch  Hinzunahme  einer  Etage  des  Hauses  Goethestraße  5  cine  Erweiterung.


I4.  Poliklinik  für  orthopädische  Chirurgie.  Seit  dem
Sommersemester  18706  zeigte  Dr.  Schildbach  eine  „Orthopädische
Poliklinik“  im  Paulinum  auf  der  Universitätsstraße  20  an.  Im  Sommer-