524  Die  einzelnen  Universitäten.

Seminarbibliothek  die  Bücher  auslieh.  Der  Etat  ist  für  das  Scminar:
23  3280  AM,  von  denen  180  M.  eigene  Einnahmen,  bi  200  M.  Der
Etat  des  Proseminars:  a)  720  M.  b)  2400.  M.

3  Archäologisches  Institut.  Im  Jahre  1834  wurden  dem
außerordentlichen  Professor  Weiske,  der  eine  „Antiquarische  Gesellschaft‘
  gegründet  hatte,  zur  Beschaffung  eines  archäologischen  Unterrichtsapparats
  200  Taler  angewiesen.  Seit  dem  Sommersemester  184  |
sind  die  „Antiquarische  Gesellschaft‘  und  die  „Archäologische  Sammlung“
  als  akademische  Institute  nachgewiesen.  Zur  Anschaffung
archäologischer  Objekte  hatte  der  Landtag  1837  auf  3  Jahre  die  Summe
von  200  Taler  jährlich  bewilligt.  Im  Jahre  1843  wurde  die  Sammlung
in  den  linken  Flügel  des  Friedericianums  übergeführt.  Ihr  stärkstes
Wachstum  fällt  in  die  mit  dem  Jahre  1847  beginnende  Verwaltungs
des  Professors  Otto  Jahn.  So  stellte  sich  1858  das  Bedürfnis  nach
Erweiterung  der  Lokalitäten  des  Museums  heraus.  Nachdem  dann
Professor  Joh.  Overbeck  die  Vertretung  des  Fachs  übernommen  hatte,
kam  zur  archäologischen  Sammlung  seit  Sommersemester  1874  ein
archäologisches  Seminar.  In  dieses  war  die  von  Overbeck  geleitete
„ırchäologische  Gesellschaft“  umgewandelt  worden.  Dem  Direktor
wurde  jährlich  eine  gewisse  Summe  zur  Gewährung  von  Stipendien
und  zur  Prämiierung  von  Arbeiten  zur  Verfügung  gestellt.  Zunächst
in  der  Wohnung  des  Professors,  wurde  das  Seminar  seit  \Wintersemester
  1880/81  in  einem  Raum  des  Augusteums  untergebracht.
Dahin  siedelte  auch  die  archäologische  Sammlung  über,  nachdem
durch  die  Überführung  des  zoologischen  Muscums  in  seine  neuen
Räume  die  bisher  von  diesem  eingenommenen  frei  geworden  waren.

4.  Semitistisches  Institut.  Fine  „Arabische  Gesellschaft“
hatte  bereits  Fleischer  viele  Jahre  regelmäßig  geleitet  und  nach  ihm
auch  Socin  seit  Sommersemester  1891.  Das  semitistische  Seminar
aber  wurde  erst  mit  dem  Anfang  des  Winters  IN)  unter  der  Direktion
der  Professoren  August  Fischer  und  Zimmern  ins  Leben  gerufen.
Etat:  250  M.

5.  Auyptologische  Sammlung  (Museum  und  Seminar).
Bereits  im  Jahre  1829  war  von  der  Universität  der  Antrag  gestellt
worden  „zur  anschaulichen  Kenntnis  dieses  j.tzt  überall  mit  so  vielem
Hifer  betriebenen  Teils  der  Archäologie“  eine  zanl  von  Originalaltertümern
  zu  beschaffen.  Doch  konnte  dieser  Wunsch  aus  Mangel  an
Mitteln  erst  später  in  geringem  Maße  erfüllt  werden.  Große  Förderung
erfuhr  die  Sammlung  durch  Professor  Georg  Ebers,  der  im  Sommersemester
  1870  seine  Lehrtätigkeit  begann.  Seit  Wintersemester  1875/76