572  Die  einzelnen  Universitäten.

gärtner,  1  Gartengehilfe.  Der  botanische  Garten  und  das  botanische
Institut  sind  mit  9500  M.  dotiert.*)

15.  Zoologie:  I  Ordinarius,  1  Extraordinarius,  2  Privatdozenten,
1  Präparator  und  2  Assistenten.  Das  zoologische  Institut,  mit  S000  M.
dotiert,  ist  in  demselben  Gebäude  untergebracht,  in  welchem  sich  das
anatomische  Institut  befindet.

16.  Chemie:  1  ordentlicher  Professor,  1  Lehrer  für  Nahrungsmittelchemie
  und  technische  Chemie,  der  gleichzeitig  Privatdozent  ist,
3  Assistenten  am  chemischen  Laboratorium.  Das  chemische  I.aboratorium,
  im  Jahre  1892—  1893  mit  einem  Kostenaufwand  von  225  000  M.
erbaut,  ist  mit  11  VO  M.  dotiert,  aus  welcher  Summe  2  Institutsdiener
zu  bezahlen  sind.

17.  Physikalische  Chemie:  1  Ordinarius  und  2  Assistenten.
Das  physikalisch  -  chemische  Institut,  welches  tatsächlich  auch  als
zweites  chemisches  Laboratorium  funktioniert,  nimmt  den  einen  Flügel
des  im  Jahre  I%W  mit  einem  Kostenaufwand  von  494000  M.  errichteten
  neuen  physikalischen  Institutsgebäudes  ein.  Die  laufenden
Kosten  für  die  gemeinschaftliche  Verwaltung  beider  Institute  betragen
770  M.  Für  das  physikalisch-chemische  Laboratorium  sind  fernerhin
4550  M.,  aus  welcher  Summe  der  Diener  zu  bezahlen  ist,  vorgesehen.

18.  Physik:  1  Ordinarius  und  1  Privatdozent,  der  gleichzeitig
Assistent  ist  und  |  weiterer  Assistent.  Das  physikalische  Institut
ist  für  sachliche  Ausgaben  mit  4000  M.  dotiert.

*  ,  +
=

Die  Universitätsbibliothcek  beruht  zum  Teil  auf  der  Senkenbergschen
  Stiftung  und  ist,  was  die  laufenden  sachlichen  Kosten  anbetrifft,
  mit  23200  M.  dotiert.  Das  Bibliothekspersonal,  welches  an
Besoldung  20  800  M.  in  Anspruch  nimmt,  besteht  aus  einem  Oberbibliothekar
  als  Direktor,  3  Kustoden,  2  Assistenten,  einem  außerordentlichen
  Hilfsarbeiter  und  einem  Diener.  Das  neue  Universitätsbibliotheksgebäude,
  welches  526  00  M.  gekostet  hat,  wird,  wie  schon
an  anderer  Stelle  hervorgehoben,  im  Herbst  1904  seiner  Bestimmung
übergeben.

*)  Die  Institute  zu  1—13  befinden  sich  mit  Ausnahme  des  kunstwissenschaftlichen
Instituts  im  Kollegienhause;  doch  sullen  das  landwirtschaftliche  Institut  und  das  geogrraphische
  Institut  in  dem  190%  freiwerdenden  Bibliotheksgebaude  untergebracht  werden.
F.ben  «dahin  komnit  dann  das  botanische  Institut,  welches  gegenwärtig  mit  dem  physiologischen
  Institut  vereinigt  ist.  Für  den  Umbau  des  alten  Bibliotheksgebäudes  sind
350,0  M.  ausgeworfen.