Die  Großherzogl.  und  Iierzogl.  Sächsische  Gesamt-Universität  Jena.  SH

Absonderungshauses  für  ansteckende  Krankheiten  und  18%  durch
den  Anbau  einer  eigenen  Badeanstalt  und  eines  großen  Hörsaales
abermals  erweitert  wurde.  Gegenwärtig  ist  man  daran,  dic  cine
Baracke  durch  einen  zweistöckigen  Pavillonbau  zu  ersetzen  und  die
Badeanstalt  zu  vergrößern.  Ein  Parallelbau  an  Stelle  der  zweiten
Baracke  ist  in  Aussicht  genommen.

Der  chirurgischen  Abteilung  verblieb  das  früher  von  ihr
und  der  medizinischen  Abteilung  gemeinsam  benützte  Gebäude  und
steht  ihr  außerdem  das  die  Badceanstalt  enthaltende  Haus  zur  Verfürung.


Die  medizinische  Poliklinik  erhielt  I%00  ein  neues  cigenes
Gebäude.

Im  Jahre  1881  wurde  die  Augenklinik  und  -Poliklinik  von  der
chirurgischen  Abteilung  als  nunmehr  selbständige  Abteilung  abgezweigt,
  für  die  im  Jahre  1898  cin  Neubau  feitigrgestellt  wurde.

Für  die  Ohrenklinik  und  -Poliklinik,  welche  nach  ihrer  Errichtung
  im  Jahre  1884  in  der  chirurgischen  Klinik,  seit  1886  in  gemieteten
  Räumen  außerhalb  der  Anstalten  sich  befand,  wurde  18%)
das  frühere  Männer-Irrenhaus  ausgebaut.

Die  seit  1779  bestehende  Hebammenschule  besitzt  ein  im  Jahre
1830  erbautes,  im  Jahre  1867  wesentlich  vergrößertes  E.ntbindungshaus,
  dessen  Räumlichkeiten  vor  einigen  Jahren  um  mehrere  im
früheren  Weiber-Irrenhause  befindliche  Zimmer  vermehrt  wurden.  Die
Entbindungsanstalt  dient  zugleich  als  Frauenklinik.  1843  wurde
die  damit  verbundene  yeburtshilfliche  Poliklinik  errichtet.  Ein  Neubau
  steht  für  die  Frauenklinik  in  unmittelbarer  Aussicht.

Eine  zahnärztliche  Klinik  und  Poliklinik  besteht,  aber  lediglich
als  Privatinstitut  des  betreffenden  Dozenten.

Anfang  des  Jahres  1890  ist  ein  neues  Verwaltungsgebäude  für
sämtliche  vorgenannte  Anstalten  in  Gebrauch  genommen,  mit  ihm
eine  Kochanstalt.  1903  wurde  eine  neugebaute  Dampfwaschanstalt
dem  Betriebe  übergeben.  Bereits  1889  wurde  ein  Desinfektionsapparat
aufgestellt.

Der  Etat  der  Landesheilanstalten  und  Kliniken  nebst  Hebammenschule
  bilanziertt  mit  322134  M.  in  Einnahme  und  Ausgabe.  Von
den  Einnahmen  sind  363%)  M.  Staatszuschuß,  10  170,80  M.  aus  der
Universitätskasse,  2673,20  M.  aus  der  Gräfin  Bose-Stiftung.

Die  Landes-Irren-leilanstalt  und  psychiatrische  Klinik
wurde  1804  gegründet.  1879  wurde  das  unmittelbar  vor  der  Stadt
gelegene  neue  Irren-Heilanstaltsgebäude  bezogen.  Gegenwärtig  wird