Die  Großherzogl.  Mecklenburg-Schwerinsche  Universität  Rostock.  5y5

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1789  errichteten  pädagogisch-theologischen  Seminars  zu  betrachten
  ist,  ist  mit  einer  Dotation  von  800  M.  p.  a.  ausgestattet.

II.  Die  juristische  Fakultät  besteht  zur  Zeit  aus  6  Ordinarien*)
und  1  Extraordinarius.  Sie  verfügt  über  cinen  Dispositionsfonds  von
200  M.  und  über  200  M.  für  die  Bedürfnisse  des  im  Jahre  1887  eingerichteten
  Seminars.

Ill.  Der  medizinischen  Fakultät  gehören  an  I2  ordentliche
Professoren**),  3  Extraordinarien  und  6  Privatdozenten.  Die  Fakultät
verfügt  über  einen  Dispositionsfonds  von  180  M.  und  über  4455  M.
für  die  der  Fakultät  überwiesenen  Institutsgebäude.

Das  anatomische  Institut,  1878  in  das  neuerrichtete  Institutsgebäude
  verlegt,  hat  einen  Etat  von  7720  M.;  das  in  demselben  Gebäude
  befindliche  physiologische  Institut  (5203  M.);  das  pathologische
  Institut  ebenda,  1889—91  umgebaut  und  vergrößert
(069  MM);  das  Institut  für  Pharmakologie  und  physiologische
Chemie,  ebenda  (WB  M.):  das  hygienische  Institut,  1881  eingerichtet,
  seit  1887  in  der  dazu  umgebauten  früheren  Frauenklinik
(4570  M.);  das  Großherzogliche  Universitäts-Krankenhaus,  1852
bis  1855  als  städtisches  Krankenhaus  erbaut  und  eingerichtet,  im  Laufe
der  Zeit  mehrfach  um-  und  durchgebaut  und  bedeutend  vergrößert,
seit  1901  an  die  Universität  übergegangen,  umfafst  die  medizinische
Klinik,  die  Poliklinik  und  die  chirurgische  Klinik.  Die  Ausgaben  des
letzten  Jahres  betragen  269000  M.,  die  Einnahmen  205  000  M.,  sodaß
ein  Zuschuß  erfordert  wird  in  der  Höhe  von  64  000  M.  Die  Poliklinik
für  Haut-  und  Geschlechtskrankheiten  erforderte  400  M.  Für  die
Frauenklinik  und  Hebammenschule  ist  1885—87  cin  neucs  Gebäude
  errichtet,  der  Jahresumsatz  beträgt  rund  55000  M.  und  wird
zur  Hälfte  von  den  Einnahmen  von  Kranken  usw.,  zur  Hälfte  durch
Iandeszuschüsse  gedeckt.  Die  damit  verbundene  Poliklinik  erhält
einen  jährlichen  Zuschuß  von  555  M.  Der  Etat  der  Augenklinik,
welche  1892  ein  neues  Gebäude  ‚erhielt,  betrug  einschließlich  der
Poliklinik  im  letzten  Jahre  46850  M.an  Ausgaben,  denen  nur  6  00V  M.
an  Einnahmen  gegenüberstehen,  sodaß  ein  Zuschuß  von  10350  M.
erforderlich  ist.  Ähnlich  steht  es  auch  bei  der  1899  in  ein  eigenes
neuerrichtetes  Gebäude  übergesiedelten  Klinik  für  Ohren-,  Nasenund
  Kehlkopfkrankheiten,  deren  Einnahmen  im  letzten  Jahre
24330  M.  betrugen,  die  Ausgaben  aber  0880  M.;  erforderter  Zu-*,

  Bernhöft,  Matthiass,  Sachsse,  K.  Lehmann,  Wachenfeld,  Hübner.
**,  Th.  Thierfelder  (emer.),  Schatz,  A.  Thierfelder,  Nässe,  Langendorti,  Schuchardt,
Barfurth,  Kobert,  Martius,  Pfeiffer,  Körner,  W.  Müller,  Peters.
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