Berlin.  6:39

aus  anregende  Studienfahrt  in  die  Industricbezirke  des  Rheinlandes
und  Westfalens  benutzt.

Diese  vielseitigen  und  allgemein  interessierenden  Veranstaltungen
haben,  obgleich  die  Vereinigung  selbst  und  ihre  Studienpläne  doch
nur  engeren  Kreisen  bekannt  geworden  sind,  eine  schnell  steigende
Teilnehmerzahl  zusammengeführt.  Im  4.  Studienhalbjahr,  dem  Winter
13/04,  sind,  abgesehen  von  den  Hörern  der  Finzelvorträge,
321  Teilnehmer  angemeldet.

Unter  diesen  befanden  sich  Regierungsräte,  Läandräte,  Regierungssassessoren
  und  Referendare,  Richter,  Gerichtsassessoren  und
-Referendare,  Beamte  des  auswärtigen  Anıts,  aber  auch  Offiziere,
Schriftsteller,  Ärzte  und  andere  Personen  von  höherer  Bildung,  kurz
es  beteiligten  sich  eben  diejenigen  Kreise,  auf  die  bei  der  Gründung
der  Vereinigung  gerechnet  worden  ist.

Die  größten  Besuchsziffern  wiesen  bis  zum  Winterhalbjahr  103,04
regelmäßig  die  Vorlesungen  über  volkswirtschaftliche  und  sozialpolitische
  Fragen,  über  Handelsverkehr  und  Politik,  sowie  über
finanzwirtschaftliche  Fragen  auf;  im  Winter  103/04  zeigten  die  Vorträge
  zu  10,  3,6  und  5  (S.  (938)  die  größten  Beteiligungsziffern.

Die  Vorlesungen  wurden  von  fast  allen  den  für  sie  eingeschriebenen
  Teilnehmern  auch  regelmäßig  und  mit  offenbarem  Interesse
  besucht.  Dasselbe  gilt  für  die  Exkursionen  und  Besichtigungen.
Die  Einzelvorträge  sind  weit  über  den  Kreis  der  Teilnehmer  der
Vereinigung  hinaus  beliebt,  die  Durchschnittsbesuchsziffer  betrug  etwa
IWW,  an  einzelnen  Einzelvorträgen  nahmen  über  200  Hörer  teil.

Die  rege  Mitarbeit  fast  aller  Teilnehmer  ist  um  so  wertvoller,
als  die  Beteiligung  an  der  Vereinigung  auch  jetzt  noch  in  der  Hauptsache
  eine  freiwillige  ist.  Freilich  hat  der  Minister  des  Innern  Landräte
  und  Regierungsassessoren,  der  Staatssekretär  des  Auswärtigen
‚Amts  die  hier  beschäftigten  Assessoren  zur  Teilnahme  befohlen  oder
doch  darauf  hingewiesen,  ähnliches  ist  auch  bereits  seitens  einigerBundesstaaten
  (Mecklenburg-Schwerin  und  Sachsen)  geschehen  und  es  steht
wohl  zu  erwarten,  daß  diesem  Beispiel  weitere  Ressorts,  vor  allem
Preußens  und  des  Reichs,  vielleicht  auch  andere  Bundesstaaten  folgen
werden.  Immerhin  aber  ist,  wie  gesagt,  die  Beteiligung  im  wesentlichen
  freiwillig.

Dies  mußte  auch  bei  der  Bemessung  der  Gebühren  berücksichtigt
werden.  Die  Teilnehmer  haben  nach  erfolgter  Zulassung  20  M.  für
das  Halbjahr  zu  entrichten,  hierfür  steht  ihnen  die  Teilnahnıe  an
2  konversatorischen  Vorlesungen,  sowie  der  Besuch  der  sämtlichen