644  Private  Anstalten  und  Stuftungen  für  höhere  Bildung.

Von  den  Teilnehmern  befanden  sich

189  10  1  01  101.02  IAR2  (83

im  Alter  ı  bis  zu  20  Jahren  8,2".  10,49%,  8,70  ı  8.6°..
FR  von  2130  »  42,80.  46,6%,  40,0%,  44,20,
vn  n  31-40   „  281"  26,1%  32,00  ,  29,49,
-..  ”  4-50.  14,1%  11,0%  12,2%  1,490
”  ”  ”  51--60  ”»  4,9%,  3,99%  4,2%,  4,50;,
ber  60  „  140,  1,4%  1,397,  13°,

Es  ist  somit  erwiesen,  daß  die  Besucher  der  volkstümlichen
Kurse  anderen  Altersklassen  angehören  wie  die  Fortbildungsschüler.
Die  von  humanitärem  Geist  beseclte  Institution  hat  sich  in  jeder
Weise  bewährt,  sie  ist  von  hervorragender  Bedeutung  für  die
Bildungsbestrebungen  der  Reichshauptstadt  geworden  und  wohl
geeignet,  zur  Überbrückung  der  sozialen  Gegensätze  zu  dienen.

d)  Die  l.essing-Hochschule

besteht  seit  dem  Oktober  I901  und  ist  eine  Sonderabteilung  der
l.essing-Gesellschaft  für  Kunst  und  Wissenschaft.  Im  \Vintersemester
101/02  und  im  Sommersemester  192  wurden  von  14  Dozenten
24  Vortragszyklen  über  Kunst,  Literatur,  Musik,  Naturgeschichte,
Philosophie,  Medizin,  Jurisprudenz  und  technische  Wissenschaften
abgehalten.  Die  Durchschnittsfrequenz  der  Kurse  bezifferte  sich  ungefähr
auf  151  zahlende  Hörer;  hierzu  kam  noch  eine  große  Anzahl  von
Teilnehmern,  die  keine  Gebühr  bezahlen,  da  die  L.essing-Hochschule
Unbemittelten  freien  Zutritt  zu  den  Vorträgen  gestattet.

e)  Die  Freie  Hochschule

ist  am  13.  Januar  1902  eröffnet  und  verfolgt  das  Ziel,  eine  freie
Volks-Universität  zu  begründen.  Ihr  Arbeitsgebiet  umfaßt  die
wichtigsten  Wissenszweige,  die  in  den  Abendstunden  der  Woche

°)  Der  Rest  verteilte  sich  auf  Handlungsgehilfen,  staatliche  oder  kommunale  Subalternbeamt»,
  Privtschnliehrer,  Volksschullehrer,  selbstandisre  Handwerker,  die  Vertreter
liberaler  Berufe,  auf  selbständige  Kaufleute,  Gymnasiasten,  Studenten,  Fabrikanten,  Rentiern.

4,  Der  Rest  verteilte  sich  auf  Lehrerinnen,  Schriftstellerinnen,  Malerinnen,
Beamtinnen,  kaufmännische  Gehilfinnen,  sowie  auf  Teilnehmer,  die  eine  besondere
berufsstellung  nicht  angaben.

I  Das  diesbezügliche  Material  ist  gleichfalls  den  Fragezetteln  entnommen.