(4  P’rivate  Anstalten  und  Stiftungen  für  höhere  Bildung.

der  FEntleiher  1130,  die  der  Besucher  des  Lesezimmers  4084.  die
Gesamtzahl  der  benutzten  Bücher  2.

Die  Senckenbergische  Stiftung  steht  seit  103  unter  dem  Protektorat
  Ihrer  Majestät  der  Kaiserin.

b)  Die  Senckenbergische  naturforschende  Gesellschaft

ist  1817  gevründet  und  ursprünglich  aus  dem  Senckenbergischen
medizinischen  Institut  hervorgegangen,  jetzt  aber  selbständig.  Sie  hat
zunächst  den  Charakter  einer  gelehrten  Gesellschaft,  die  ihre  Sitzungen
hält  und  in  ihrem  Jahresbericht  auch  wissenschaftliche  Arbeiten  veröffentlicht.
  Außerdem  aber  veranstaltet  sie  resselmäßige  Vorträge
und  praktische  Kurse  über  Zoologie,  Botanik,  Mineralogie,  Geologie
und  Paläontologie,  wozu  ein  zoologisches  und  botanisches  L.aboratorium
und  reiche  Sammlungen  in  dem  naturhistorischen  Museum  der  Gesellschaft
  die  Hilfsmittel  darbieten.

c;  Der  Physikalische  Verein

ist  ebenfalls  eine  gelchrte  Gesellschaft,  die  zugleich  Unterrichtszwecke
verfolgt  und  Vorlesungen,  Lehrkurse  und  Übungen  veranstaltet.  Zu
diesem  Zweck  sind  drei  Dozenten  angestellt.  Die  Gesellschaft  hat
eine  physikalische  Abteilung,  cin  Röntgen-Institut,  cine   clektrotechnische
  Abteilung  mit  Lehr-  und  Untersuchungsanstalt  und  ein
chemisches  Laboratorium,  in  dem  im  Jahre  1901,02  71  Praktikanten
arbeiteten.  Der  Jahresbeitrag  der  Mitglieder  beträgt  20  .M.  Alle
Vorlesungen  und  Vorträge  sind  für  sie  unentgeltlich,  Zu  den
Mittwochsvorträgen  haben  auch  die  Schüler  der  Prrma  und  Obersekunda
  der  Frankfurter  höheren  L.chrantalten  freien  Zutritt.  In  dem
Jahresbericht  des  Vereins  werden  auch  wissenschäftliche  Arbeiten
veröffentlicht.

d;  Das  Freie  Deutsche  Hochstift

wurde  1850  auf  Betreiben  des  als  naturwissenschäftlicher  Schriftsteller
bekannten  Dr.  ©.  Volger  gegründet  und  1804  reorganisiert.  Sein
Zweck  ist  die  Pflege  der  Wissenschaft,  Kunst  und  höheren  Bildung.
In  jedem  Winter  werden  7—8  Lehrgänge  von  je  5  Vorträgen  gehalten,
wozu  auch  Gelehrte  von  auswärts  berufen  werden.  Außerdem  finden
Kinzelvorlesungen  statt.  Die  Lehrgänge  sollen  „auf  Grund  wissenschaftlicher
  Forschung  und  Beherrschung  des  Gebiets  die  Ergebnisse
der  betreffenden  Wissenschaft  faßlich  und  weschmackvoll  vorführen,