108  Volksschulwesen.

Bayern  und  Württemberg.  Aus  Bayern  und  Württemberg
liegen  nur  einige  allgemeine  bezw.  Durchschnittszahlen  vor.

In  Bayern  gab  es  im  Schuljahre  1899/1900
in  den  Städten  .  .  398  Schulen  mit  3545  Klassen
auf  dem  Lande.  .  0955  »  „ht  ,„
zusammen  .  .  .  7353  „  „414727  „
Im  Durchschnitt  zählte  jede  Schule
in  den  Städten  .  .  .  8%  Klassen
auf  dem  Lande  .  .  .  1,61  Mi
im  ganzen  Staate  .  .  2,00  „
Unter  den  Klassen  waren  1460  Parallelklassen,  von  denen  1310

auf  die  Städte,  156  auf  das  Land  entfielen.
In  Württemberg  betrug  die  Gesamtzahl  der  Volksschulen  2334,

die  der  Klassen  48%,  so  daß  durchschnittlich  jede  Schule  2,09  Klassen
zählte.  Klassen  mit  besonders  bezahltem  Abteilungsunterricht  waren

im  ganzen  1234  vorhanden.
Für  die  bezüglichen  Verhältnisse  im  Großherzogtum  Baden

sind  keine  Angaben  vorhanden.
Im  Grotiherzogtum  Hessen  gab  es  im  Frühjahr  1%2:
481  einklassige  Volksschulen,

243  zweiklassige  „
106  dreiklassige  n
79  vierklassige  „

74  fünf-  und  mehrklassige  Volksschulen.
Die  Gesamtzahl  der  Schulen  betrug  983,  die  der  Klassen  2821.
Auf  eine  Schule  kamen  also  im  Durchschnitt  2,87  Klassen.
In  Elsaß-Lothringen  waren  im  Schuljahre  1901/2:
1928  einklassige  Volksschulen,
515  zweiklassige  „
384  drei-  und  mehrklassige  Volksschulen.
Die  Gesamtzahl  der  Schulen  betrug  2827,  die  der  Klassen  5057,
so  daß  im  Durchschnitt  auf  jede  Schule  1,75  Klassen  entfielen.

Im  Hamburger  Staatsgebiet  gab  es  im  Schuljahre  1901/72:

a)  ın  der  Stadt  Hamburg
37  siebenklassige  Volksschulen  mit  Selekten,
38  .,  „  ohne  ,,
6  sechsklassige  Hlilfsschulen  für  Schwachbefähigte;