1.34  Volksschulwesen.

Um  eine  Vorstellung  von  den  pädagogischen  Gebieten  zu  geben,
auf  welche  sich  die  Lehrmittelsammlungen  erstrecken,  möge  hier  eine
kurze  Bemerkung  über  Inhalt  und  Anlage  des  Breslauer  Schulmuseums,
einer  kleinen  aber  gut  geleiteten  und  geordneten  Anstalt  dieser  Art,
gestattet  sein.

Die  Sammlungen  sind  nach  folgenden  Gruppen  geordnet:

I.  Schulbau  und  Schuleinrichtung.  —  I.  Schulhygiene  und  Schulstatistik.
  —  III.  Unterrichtsmittel.

„Die  Lehrmittelsammlung,  und  dieses  ist  die  wertvollste  und
reichhaltigste  Abteilung  des  Schulmuseums,  umfaßt  die  eigentlichen
Lehrmittel  und  die  Hilfsmittel  für  die  technischen  Uhnterrichtsfächer.
Sie  gliedert  sich  in  eine  allgemeine  Sammlung,  die  den  Bedürfnissen
der  Volks-  und  Mittelschulen  Rechnung  trägt,  aber  auch  die  Blindenunterrichtsanstalten,
  die  Hilfsschulen  für  schwachbefähigte  Kinder  und
den  Kindergarten  berücksichtigt,  und  in  eine  der  wissenschaftlichen
Fortbildung  der  Lehrer  dienende  Studiensammlung  naturwissenschaftlichen
  Inhalts.  Die  beiden  Zweige  sind  räumlich  von  einander  nicht
getrennt.

Die  allgemeine  Sammlung  enthält  Lehr-  und  Hilfsmittel  für  alle
Unterrichtsfächer,  für  Religion  und  Geschichte,  für  den  vereinigten
Sach-  und  Sprachunterricht,  die  Heilung  von  Sprachgebrechen,  das
Lesen,  Schreiben  und  Rechnen,  für  die  Raumlehre,  die  Erd-  und
Himmelskunde,  die  naturwissenschaftlichen  Fächer  und  die  Gewerbelehre,
  für  das  Zeichnen,  die  Knabenhandarbeit,  den  Handarbeitsunterricht
  für  Mädchen,  den  Haushaltungsunterricht  und  den  Gesang  und
außerdem  Unterrichtsmittel  für  Blinde  und  die  Beschäftigungsmittel
des  Kindergartens  —  alles  in  Gruppen  zusammengefaßt  und  wohlgeordnet.


Die  Studiensammlung  besteht  aus  einer  Reihe  sehr  wertvoller
Zusammenstellungen,  einigen  Druckwerken  und  einer  kleinen  Zahl
guter  physikalischer  Apparate,  namentlich  aus  dem  Gebiete  der
Elektrizität.

Beide  Abteilungen  der  Lehrmittelsammlung,  die  allgemeine  und
die  Studiensammlung,  zählten  am  31.  März  1901  1022  zum  Teil  sehr
inhaltreiche  Nummern.“  (Städtisches  Schulmuseum  zu  Breslau.  Seine
Einrichtung,  Verwaltung  und  Entwicklung  in  den  ersten  zehn  Jahren
seines  Bestehens  von  1891  bis  1901  von  Max  Hübner.  Breslau  1903.)

Einen  etwas  anderen  Charakter  als  die  Breslauer  Anstalt  trägt
das  Schulmuseum  in  Hannover.  Es  verrät  in  seiner  Anlage  und
in  seinem  Bestande  deutlich,  daß  es  nicht  für  Lehrer  und  Erwachsene