Die  Schulhäuser.  151

in  der  Wattstraße  (241.  und  250.  Gemeindeschule)  nach  Anlage  und
Ausstattung  zu  den  geschmackvollsten  Bauwerken.  Fine  Übersicht
  über  Umfang,  Einrichtung  und  Kosten  der  letzten  16  unter
Leitung  des  Stadtbaurats  Hoffmann  ausgeführten  Volksschulbauten
wird  in  dem  Kapitel  über  die  Volksschulen  unserer  großen  Städte
beigebracht  werden.

Bielefeld.  Die  XI.  Bürgerschule.  Anordnung  der  Turnhalle
im  Keller  und  Erdgeschoß  und  weitere  Ausnutzung  des  Kellers  zu
Brausebädern  und  Milchküchen.  Versuch  mit  Terrazzofußböden  in
einigen  Klassenräumen.  Erbaut  1901.  Baukosten  230  000  M.

Breslau.  Schulhaus  an  der  Kletschkauerstraße.  Es  sind  Räume
für  Haushaltungsunterricht,  Knabenhandfertigkeit  und  Brausebäderanlagen
  vorgesehen.  Die  Fußböden  der  Klassenzimmer  haben  Linoleumbelag.


Cassel.  Über  die  Grundsätze  für  den  Bau  und  die  Ausstattung
der  Casseler  Schulhäuser  hat  sich  der  Casseler  Stadtbaurat  Höpfner
im  Jahre  1898  im  technischen  Gemeindeblatt  S.  9  und  10  eingehend
ausgesprochen.  Unter  den  neuen  Volksschulen  verdient  die  XIV.
Bürgerschule  an  der  Graefestraße  ihrer  Anlage  und  Ausführung  nach
hervorgehoben  zu  werden.

Charlottenburg.  Es  möge  hier  das  neuste  1899/1900  erbaute
Schulhaus  für  die  Gemeindeschulen  XIX  und  XX  in  der  Bleibtreustraße
  Erwähnung  finden.  Dasselbe  enthält  außer  den  gewöhnlichen
Nebenräumen  zwei  Schulküchen  mit  Nebengelassen  und  ein  Zimmer
für  den  Schularzt.  Eine  Übersicht  über  die  seit  1881/82  in  Gebrauch
genommenen  Volksschulhäuser  wird  an  einer  späteren  Stelle  gegeben
werden.

Chemnitz.  Die  II.  Mädchenbürgerschule  an  der  West-  und
Kanzlerstraße.  Eckbau  mit  seiner  Langseite  freistehend,  an  der
Kanzlerstraße  errichtet,  um  den  zweiseitig  angeordneten  Unterrichtsräumen
  die  erwünschte  Ost-  und  Westlage  geben  zu  können.  Ein
eingeschossiger  Zwischenbau  an  der  Weststraße,  welcher  an  der
Straßenseite  den  Zeichensaal,  an  der  Hofseite  die  Schüleraborte  enthält,
  verbindet  den  besonders  als  Eckbau  hervorgehobenen  Teil  des
Hauptgebäudes  mit  dem  durch  einen  großen  Giebel  geschmückten
Turnhallenbau,  welcher  den  Übergang  zur  geschlossenen  Häuserreihe
der  Weststraße  vermittelt.

Im  Hauptbau  sind  folgende  Räume  untergebracht:  17  Klassenzimmer
  für  je  40  Kinder,  4  dergl.  für  je  34  Kinder,  I  Kombinationszimmer,
  1  Physikzimmer  mit  Sammlungs-  und  Vorbereitungszimmer,