159  Volksschulwesen.

1  Lehrer-  und  Beratungszimmer,  1  Direktorzimmer,  I  Expedition,
I  Bibliothekzimmer,  1  Lehrerinnenzimmer,  3  weitere  Sammlungsräurme,
die  Abortanlagen  für  Lehrer,  Lehrerinnen  und  Hausmann,  ferner  die
am  Haupteingang  gelegene  Hausmannswohnung,  welche  durch  Teilung
der  Höhe  des  Erdgeschosses  mit  Hinzunahme  des  über  Gelände  gelegenen
  Teiles  des  Kellergeschosses  in  2  Geschossen  angeordnet
wurde.  Das  Kellergeschoß  enthält  die  Räume  für  die  Damptheizungsund
  Lüftungsanlagen  und  die  erforderlichen  Wirtschaftsräume.  F.rbaut
  1902/03.  Baukosten  357  770  M.

Cöln.  Volksschule  an  der  Georgstraße,  geschmackvoller  Bau
ım  romanischen  Stil,  Volksschule  am  Zugweg,  Volksschulen  an  der
Vogelsangerstraße  und  Berrenratherstraße,  Neubau  an  der  Frankstraße.
Räume  für  $Kochschulen,  Brausebäder,  Volkslesehallen  und  Kinderhorte.
  Kosten  der  Anlage  für  ein  System  von  14  Klassen  und  Nebenräume
  325  000  —375  000  M.

Danzig.  Volksschule  in  der  Weidengasse.  Schule  in  Verbindung
  mit  Turnhalle,  die  gleichzeitig  als  Aula  dient.  Baukosten
154  000  M.

Darmstadt.  Doppelschulhaus  für  Knaben  und  Mädchen  an  der
Lagerhausstrafse.  Erbaut  1%1/02.  Baukosten  500  000  M.

Essen.  (Gewöhnlich  sind  alle  neueren  Schulhäuser  dreistöckig
sebaut  worden,  wobei  dann  vier  Klassenräume  in  das  Erdgeschoß,
fünf  in  den  ersten  und  fünf  in  den  zweiten  Stock  gelegt  worden
sind.  Der  geräumige  Korridor  im  Erdgeschoß  wird  meistens
mit  Garderobenhaltern  versehen;  außerdem  werden  im  ersten  und
zweiten  Stock  besondere  verschließbare  Garderobenzimmer  eingcerichtet.
  Sowohl  im  ersten  als  auch  im  zweiten  Stock  wird  ein  Amtszimmer
  hergestellt.  Die  Schuldienerwohnung  wird  im  Erdgeschoß
untergebracht.  Lehrerwohnungen  sind  in  den  neuen  Schulhäusern
grundsätzlich  nicht  mehr  eingerichtet  worden.  Die  Kellergeschosse
sind  bei  mehreren  Schulhäusern  in  solcher  Höhe  angelegt  worden,
daß  Schulbrausebäder,  Schulküchen  u.  dergl.  ohne  besondere  Schwicrigkeiten
  in  denselben  eingerichtet  werden  können*).

Unter  den  neuesten  Volksschulhäusern  lohnt  der  sehr  freundliche
  und  geschmackvolle  Bau  der  katholischen  Gemeindeschule  XXIV
eine  Besichtigung.

Frankfurt  a.  M.  besitzt  seine  eigenen  Grundsätze  für  den  Bau
von  Volksschulhäusern,  wie  diese  der  Stadtbauinspektor  Adolf  Koch

*),  Die  Verwaltung  der  Stadt  Essen  im  XIX.  Tahrhundert.  Bd.  I,  S.  386.  1902.