Die  Schulhäuser.  157

küche,  Hausmeisterwohnung,  getrennte  ÄAborte  für  Knaben  und
Mädchen.  Im  Kellergeschoß  Brausebadanlage,  Suppensäle  und
Suppenküche,  je  1  Doppelsaal  Schülerwerkstätten  für  Holz-  und
Metallbearbeitung  nebst  Nebenräumen,  Aborte  und  Räume  für  die
Niederdruckdampfheizung.  Gebäudeausführung  in  Ziegelmauerwerk
mit  Kalkmörtelputz.  Unverbrennliche  Deckenkonstruktionen,  Linoleumbelag.
  Schulhof  mit  besonderem  Kindergarten,  Spielplatz  und  Schulküchengarten.


Nürnberg.  Schule  am  Melanchthonplatz,  Schule  an  der  Goethestraße,
  Schule  an  der  Bismarckstraße,  Schule  an  der  Knauerstraße,
Schule  an  der  Holzgartenstraße,  Schule  an  der  Findelgasse.

Jedes  Schulhaus  enthält  30—32  Lehrzimmer,  Turnhalle,  Aula,
Schulbad,  Schulküche,  Hausmeister-  und  Heizerwohnung.  Baukosten
S00—  600  000  M.

Schöneberg.  Gemeindeschule  an  der  Apostel  Paulusstraße.
Brausebadanlagen.  Erbaut  1896/97.  Baukosten  600  000  M.

Straßburg.  Drachenschule.  Eigenartiger  Grundriß  als  Eckbau.
Fassaden  im  Charakter  der  Bauten  des  16.  Jahrhunderts.

Ruprechtsauer  Volksschule  (32  Klassen)  mit  Pfarrhaus  und  Schuldienerwohnhaus.
  Gesamtkosten  420  000  M.

Stuttgart.  Schwabschule.  Dieser  sehr  geschmackvolle,  im
Stil  der  norddeutschen  Backsteingotik  gehaltene  Bau  umfaßt  auf  einem
3913  qm  großen  Bauplatze  in  3  Stockwerken  24  Schulzimmer  mit
den  erforderlichen  Nebenräumen,  wie  Zeichensaal,  Bibliothek,  Lehrerund
  Schulinspektorzimmer,  Brausebad  usw.  Eine  Turnhalle  ist  vorhanden.
  Die  mit  Wasserspülung  versehenen  Schüleraborte  befinden
sich  im  Untergeschoß  des  Schulhauses  bezw.  der  Turnhalle.  Baukosten
  ohne  den  Bauplatz  etwa  380000  M.

Wiesbaden.  Gutenbergschule.  Sie  besteht  aus  einem  fertiggestellten
  Flügel  mit  16  Klassen,  1  Zeichensaal,  1  Rektorzimmer,
2  Sammlungszimmern,  1  Bibliothek,  1  Konferenzzimmer,  i  Pedellenzimmer,
  2  Turnhallen  übereinander,  1  Volksbibliothek,  2  Frühstücksräumen,
  2  Frischluftkammern,  1  Heizkeller,  1  Nebenkeller,  1  Baderaum
mit  8  Brausen  und  1  Ankleidezimmer.  Die  Pedellenwohnung  liegt
im  Dachstock.  Die  Schule  wird  durch  Niederdruckdampfheizung  erwärmt.


Das  Haus  ist  ein  Backsteinverblendbau  im  Stile  der  flandrischen
Gotik.  Die  Fußböden  in  den  Klassen  und  in  den  Gängen  sind  mit
NXylopal  belegt,  die  Aborte  befinden  sich  im  Gebäude,  sind  jedoch
durch  eine  Loggia  von  dem  Gange  getrennt.