169  Volksschulwesen.

nachdem  zuvor  an  den  Decken  und  Wänden  soweit  tunlich  der  Staub
gekehrt  ist  und  die  beweglichen  Schulbänke  auseinandergerückt
worden  sind.  Getäfel  und  Mobiliar  sind  alsdann  mit  warmem  Wasser
und  Seife  abzuwaschen,  ebenso  die  Fenster  auf  der  Innen-  und
Außenseite.  Auch  sind  hierbei  Türgriffe,  Schulbänke  und  Tischgestelle,
  Beschläge  usw.  sachgemäß  zu  reinigen;  Dachräume,
Speicher  und  Kellerräume  sind  stets  besenrein  zu  halten.

Die  Fenster,  auch  diejenigen  der  Turnhalle,  sind  außer  bei
der  Hauptreinigung  noch  einmal  im  Vierteljahr  von  innen  und  außen
zu  putzen.  |

Die  Bibliothekräume  und  Sammlungszimmer  sind  mindestens
einmal  wöchentlich  zu  kehren,  monatlich  feucht  aufzuziehen,  bei  der
Hauptreinigung  zu  scheuern.

Die  Reinigung  der  Aula  findet  regelmäßig  bei  der  vierteljährlichen
  Hauptreinigung  und  vor  jeder  Benutzung  statt.

Die  Böden  der  Turnhallen  sind  wöchentlich  einmal  aufzuwaschen
  und  täglich  mit  feuchten  Sägespänen  gründlich  auszukehren.
Bei  Bedarf  kann  öftere  Reinigung  am  Tage  angeordnet  werden.  Bei
allen  diesen  Reinigungen  ist  der  Staub  von  den  Geräten  mit  feuchten
Tüchern,  von  den  Außenteilen  eiserner  Öfen  mit  trockenem  Tuche
abzunehmen.“

Gegenüber  den  großen  steinernen  Schulhäusern  der  Vergangenheit
  und  der  Gegenwart  bilden  nun  die  Schulpavillons  ein  ganz
eigenartiges  System  zur  Unterbringung  von  Schulkindern.  Dieses
System,  dem  von  manchen  Pädagogen  eine  große  Zukunft  verheißen
wird,  ist  bisher  in  Deutschland  in  zwei  besonderen  Formen  zur  Anwendung
  gekommen,  als  eigentliches  Pavillonsystem  und  als  Gruppe
von  transportablen  Schulbaracken  aus  leichtem  Baumaterial.  Als
Anlagen  der  ersten  Klasse  kommen  in  Deutschland  nur  die  Pavillonschule
  zu  Ludwigshafen  am  Rhein  und  die  vierte  Gemeindeschule  zu
Lichterfelde  bei  Berlin  in  Betracht.

Die  einzelnen  Häuser,  welche  die  Klassenzimmer  und  Nebenräume
  einschließen,  sind  hier  aus  Stein  aufgeführt  und  können  daher
nicht  transloziert  werden.  Unter  den  transportablen  Baracken  habe:
die  Döckerschen  in  Gießen,  Bremen,  Remscheid,  Worms,  Elberfeld,
Hamburg,  Stuttgart,  Mainz,  Altona,  Straßburg,  München,  Bamberg
und  kürzlich  auch  in  Berlin  Verwendung  gefunden.  Sie  werden  ihrer
Konstruktion  nach  als  die  empfehlenswertesten  Anlagen  dieser  Art
angesehen  werden  können.  Näheres  über  diese  Frage  vom  Standpunkte
  der  Empfehlung  der  Schulbaracke  ist  zu  finden  in  der  Schrift