349  Statistische  Übersicht.

XXV.  Reichsiand  Eisaß-Lothringen.

Lehrerbildungsanstalten.

—  -  =  ...  -...  eo  —_  —  m  —  —  (u  ——  -  -  ...  -  u

Ä  |  Zahl  der  S  |  .  |  |
Zahl  |  Zahl  I
|  Jahre  |  ı  Schüler  r-  |  .  |  Summe  |
der  bezw  f:  der
—  1  ezw.  PR  |  .  der
Anstaltsarten  Anstalten  |  Schülerinnen  |  5  Lehrkräfte
|  u.  ll.  Eo.  .  Ausgaben
|  ev.  kath.  |  ev.  kath.|  3  |  ev.  kath.  !
'  ZZ  =  nee  j  -  u  _
‚A.  Lehrerseminare  |  |  |  |
|  189....|  1  510  HB  0
102....1  4  4  |  64  1)302  —  I  IM.
B.  Lehrerinnensem.  |  187.  1890
180....|  4  2:8  10  —  22  1  677223M.,
102  2...  1  I  |6  0  gi  198  39  i.  J.  1902
f  \  M.
C.  Präparandenansiı.  |  .j  60  M
180  ....;  A  3  ı  5  190  |  12;
1.  ee  ur  u  |

Die  Seminare  zählen  gewöhnlich  3,  die  Präparandenanstalten  2  Klassen.

Im  Jahre  1902  gab  es  nur  noch  4  katholische  Seminare,  da  eins  der  Seminare  zu
Colmar  aufgehoben  worden  war.  Für  das  Jahr  1902  führt  das  „Stat.  Jahrb.  d.  h.  Sch.  D.“
nur  2  Lehrerinnenseminare  auf.  Es  fehlt  in  dem  betreflenden  Verzeichnis  das  erst  im
Jahre  1898  eingerichtete  Vorseminar  für  Lehrerinnen  zu  Chäteau-Salins.

Die  Angaben  für  das  Jahr  1890  sind  aus  dem  „Statistischen  Handbuch  für  Elsassl.othringen“
  entnommen,  die  für  das  Jahr  1902  aus  dem  „Stat.  Jahrb.  d.  h.  Sch.  D.“

1)  Mit  Einschluß  der  Präparanden  derjenigen  Präparandenanstalten,  welche  mit  den  Seminaren
eng  verbunden  sind.  —  ®)  Davon  sind  3  Lehrer,  die  übrigen  Lehrerinnen.

XxXVI.  Lehrerseminare,  staatliche  Lehrerinnenseminare  und
staatliche  Präparandenanstalten  im  Deutschen  Reich  im  Jahre  1902.

(Bemerkungen  zu  nebenstehender  Tabelle.)

In  den  beiden  ersten  Spalten  bezeichnet  S  Seminar  und  P  Präparandenanstalı
bezw.  —  in  der  2.  Spalte  für  Bayern  —  Präparandinnenanstalt.  Die  Zahlen  ohne  Buchstaben
  beziehen  sich  stets  auf  Seminare.  —  Über  den  konfessionellen  Charakter
der  Anstalten  finden  sich  die  näheren  Angaben,  soweit  solche  überhaupt  gemacht  werden
können,  in  den  vorhergehenden  Tabellen  über  die  Seminare  der  einzelnen  Staaten
verzeichnet.  Betrefls  der  kleineren  protestantischen  Staaten  sei  im  allgemeinen  bemerkt,
daß  die  in  ihnen  liegenden  Anstalten  —  abgesehen  von  den  Fällen,  in  denen  eine  andere
Konfession  ausdrücklich  vermerkt  ist  —  als  evangelische  angesehen  worden  sind  und  demgemäß
  die  Gesamtheit  ihrer  Zöglinge,  soweit  nicht  anders  lautende  Angaben  vorlagen,
den  Evangelischen  zugerechnet  worden  ist.

Betretls  der  Zahlen  der  beiden  letzten  Spalten  sei  hervorgehoben,  daß  von  den
größeren  Bundesstaaten  das  Königreich  Sachsen,  welches  das  gesamte  Präparandenwesen
verstaatlicht  hat,  und  für  welches  daher  in  dieser  Tabelle  eine  verhältnismäßig  besonders
hohe  Zahl  von  Präparanden  verrechnet  werden  konnte,  am  günstigsten  dasteht.  In
Bayern  fehlt  wie  in  Preußen  die  recht  beträchtliche  Zahl  der  Zöglinge  aller  privaten
Bildungsanstalten.  Außerdem  ist  noch  zu  berücksichtigen,  daß  in  allen  größeren  Bundesstaaten,
  außer  Preußen  und  Sachsen,  nämlich  in  Bayern,  Württemberg,  Baden,  Mecklenburg-Schwerin,
  Elsaß-Lothringen  und  (anscheinend  auch  in)  llessen  der  Gesamtkursus  der
Seminare  und  Präparandenschulen  ein  5  jähriger  ist,  sodaß  in  einem  Jahre  durchschnittlich
ein  erheblicherer  Bruchteil  der  Gesamtheit  der  Zözlinge  zur  Prüfung  gelangen  könnte.  —
las  besonders  ungünstige  Ergebnis  für  Mecklenburg  -Strelitz  ist  darauf  zurückzuführen,
daß  nach  den  Ausweisen  des  „Stat.  Jahrb.  d.  h.  Sch.  19.“  die  Zahl  der  Seminaristen  von
ungefähr  30  in  den  ersten  neunziger  Jahren  allmählich  bis  auf  15  zurückgegangen  ist,
und  daß  über  etwaige  }’räparanden  des  Großherzogtums  gar  keine  Angabe  vorliegt.